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Bertolt Brecht
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Bertolt Brecht (KĂźnstlername seit Juli 1916; auch Bert Brecht), eigentlich Eugen Berthold Friedrich Brecht (* 10. Februar 1898 in Augsburg; â 14. August 1956 in Ost-Berlin), war ein einflussreicher deutscher Dramatiker, Librettist, Epiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Seine Werke werden weltweit aufgefĂźhrt. Brecht hat das epische Theater beziehungsweise âdialektische Theaterâ begrĂźndet und umgesetzt. Zu seinen bekanntesten StĂźcken zählen Die Dreigroschenoper, Mutter Courage und ihre Kinder sowie das kapitalismuskritische Werk Die heilige Johanna der SchlachthĂśfe.
Brecht gehÜrt zu den bedeutendsten deutschen Dichtern des 20. Jahrhunderts. Seine Lyrik umfasst viele Gattungen und Formen. Mit seinem ersten Gedichtband Hauspostille erneuerte er die Balladendichtung durch den Gebrauch von Bänkelsang und Couplet. In seinem Exilwerk Svendborger Gedichte erschloss er das Kinderlied neu fßr das Volkslied und erweiterte die Ballade durch epische Elemente zum Erzählgedicht. Unter seinen bekannten Gedichten sind zahlreiche Songs aus seinen Stßcken sowie Gelegenheitsdichtung, Protest- und Kampflieder. Die Kalendergeschichten, besonders die Erzählung Der Augsburger Kreidekreis und die Geschichten vom Herrn Keuner, verschafften dem Dramatiker und Lyriker Brecht auch als Erzähler von Kurzprosa breite Anerkennung.
Contents
⢠Leben
⢠Leben im Exil
⢠Tod
⢠Episches Theater
⢠Das Werk
⢠Stßcke
⢠Gedichte
⢠Lehrstßcke
⢠Rezeption
⢠Erben
⢠Werke
⢠Stßcke
⢠Lyrik
⢠HÜrspiele
⢠Werkausgaben
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Biografien
⢠Sachliteratur
⢠Filmwerke
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Leben
Kindheit und Jugend: Augsburg 1898 bis 1917
Eltern und soziales Umfeld
Eugen Brecht, wie der junge Eugen Berthold Friedrich Brecht gerufen wurde, wuchs in gesicherten wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen auf. Sein Vater Berthold Friedrich Brecht, Sohn eines Lithografen im badischen Achern, hatte keine hĂśhere Bildung: Er hatte die Volksschule besucht und danach eine kaufmännische Lehre absolviert. 1893 war er als Kommis bei der Augsburger Haindlâschen Papierfabrik eingetreten, einem prosperierenden Unternehmen, das damals allein in Augsburg rund 300 Beschäftigte hatte. Dort stieg Berthold Friedrich Brecht rasch auf, 1901 zum Prokuristen und 1917 zum Direktor der kaufmännischen Abteilung.cite-ref-1[1] Brechts Mutter Wilhelmine Friederike Sophie, genannt Sophie (1871â1920), stammte aus dem oberschwäbischen RoĂberg bei Wolfegg und kam aus einem kleinen Beamtenhaushalt; ihr Vater Josef Friedrich Brezing (1842â1922) war dort Stationsvorstand, ihre Mutter Friederike, geb. Gamerdinger (1838â1914)cite-ref-2[2] stammte aus Weil im SchĂśnbuch. Pietistisch geprägt, las sie ihren Enkeln Geschichten aus der Bibel vor.
Ab September 1900 bewohnte die Familie, Berthold Friedrich und Sophie Brecht sowie Eugen und der jĂźngere Bruder Walter, zwei Wohnungen mit zusammen sechs Zimmern in der Augsburger Klaucke-Vorstadt, auch âBleichâ-Viertel genannt. Die Wohnung gehĂśrte zu einer vier Häuser umfassenden Stiftung der Haindls, hauptsächlich fĂźr verdiente Arbeiter und Angestellte der Papierfabrik; zu Berthold Friedrich Brechts Aufgaben zählte die Verwaltung dieser Stiftung. Die Brechts beschäftigten ein Dienstmädchen. Sophie Brecht litt jahrelang an Depressionencite-ref-3[3] und Brustkrebs und starb 1920 an einem Rezidiv ihres Krebses. Im Lied von meiner Mutter schreibt Brecht: âIch erinnere mich ihres Gesichts nicht mehr, wie es war, als sie noch nicht Schmerzen hatte.âcite-ref-4[4] Seit 1910 hatten die Brechts daher zusätzlich eine Hausdame. FĂźr diese musste Eugen sein Zimmer räumen, erhielt aber dafĂźr eine Mansardenwohnung mit eigenem Eingang.
Der Vater war katholisch, die Mutter protestantisch. Sie hatten sich darauf geeinigt, dass die Kinder im protestantischen Glauben erzogen wurden, der junge Eugen Brecht gehĂśrte damit im Ăźberwiegend katholischen Augsburg einer Minderheit an. Er besuchte ab 1904 die Volksschule in Augsburg, ab 1908 das Augsburger Realgymnasiumcite-ref-5[5] (heute Peutinger-Gymnasium) und brachte regelmäĂig gute, wenn auch nicht sehr gute Zeugnisse nach Hause. Er erhielt Klavier-, Geigen- und Gitarrenunterricht, es schlug jedoch nur der letztere an. Etwa seit seinem 14. Lebensjahr litt er unter Herzbeschwerden, was einige Kuraufenthalte nach sich zog â etwa im Juli 1913 in Bad Steben, worĂźber er am 14. August schrieb âHerzbeschwerde jetzt fast verschwundenâ. Ob es sich um organische oder neurotische Beschwerden handelte, ist unklar.cite-ref-6[6]
Erste VerĂśffentlichungen
Bereits als FĂźnfzehnjähriger gab Brecht gemeinsam mit seinem Freund Fritz Gehweyer eine SchĂźlerzeitung heraus, Die Ernte, in der er den grĂśĂten Teil der Beiträge selbst verfasste, teilweise unter fremden Namen, und zudem die Vervielfältigung Ăźbernahm. Er schrieb dafĂźr Gedichte, Prosatexte und sogar ein einaktiges Drama, Die Bibel.cite-ref-7[7] In den folgenden Jahren produzierte Brecht unablässig weiter Gedichte und DramenentwĂźrfe. Nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 gelang es ihm, eine Reihe von (meist patriotischen) Reportagen von der Heimatfront, Gedichten, Prosatexten und Rezensionen in lokalen und regionalen Medien unterzubringen: die von ihm so betitelten âAugsburger Kriegsbriefeâ in der MĂźnchen-Augsburger Abendzeitung, andere Texte in den Augsburger Neuesten Nachrichten und insbesondere deren literarischer Beilage, Der Erzähler. Sie waren meist mit Berthold Eugen gezeichnet, also einer Kombination seiner Vornamen.
Brecht lieĂ in seinen Texten bald von der patriotischen Verklärung des Krieges ab, die Produktion fĂźr die Lokalzeitungen lieĂ nach. Wegen eines von Brecht 1915 geschriebenen, nicht dem erwarteten Todes-Pathos entsprechenden, Aufsatzes Ăźber den Horaz-Vers Dulce et decorum est pro patria mori (âSßà und ehrenvoll istâs, fĂźrs Vaterland zu sterbenâ) soll er beinahe des Gymnasiums verwiesen worden sein.cite-ref-8[8] Ab 1916 entstanden bereits Gedichte, die 1927 in die Sammlung Bertolt Brechts Hauspostille aufgenommen wurden, zu denen Brecht also auch später noch stand. Das erste von ihnen war das Lied von der Eisenbahntruppe von Fort Donald, zuerst erschienen im Juli 1916 im Erzähler und gezeichnet âBert Brechtâ. Hier nutzte Brecht zum ersten Mal die Namensform, unter der er bekannt wurde.cite-ref-9[9] Er äuĂerte bereits zu dieser Zeit die feste Ambition, Dichter zu werden.cite-ref-10[10]
Freund- und Liebschaften
In den Kriegsjahren sammelte er einen Kreis von Freunden um sich, die zusammen mit ihm Lieder schrieben und sangen und an Publikationen arbeiteten. Caspar Neher (Cas), den Brecht aus der Schule kannte, blieb bis zu Brechts Tod als Grafiker und vor allem BĂźhnenbildner ein enger Mitarbeiter; auch die Freundschaften zu Georg Pfanzelt (den Brecht in der Hauspostille als Orge verewigte) und Hanns Otto MĂźnsterer erwiesen sich (mit Unterbrechungen) als dauerhaft. Gemeinsam mit seinen Freunden (vor allem Ludwig Prestel, Lud) entwarf Brecht nicht nur die Texte, sondern auch die Melodien fĂźr Lieder und Gedichte und trug sie dann zur Gitarre vor. In dieser Phase zeigten sich bereits zwei Charakteristika von Brechts Arbeitsweise: die kollektive Arbeit in einem Team, das jedoch eindeutig auf die Zentralfigur Brecht ausgerichtet ist, und die sehr enge Verbindung mit anderen KĂźnsten mit Blick auf die Realisierung, insbesondere Grafik/BĂźhnenbild und Musik.cite-ref-11[11]
In dieser Zeit hatte der junge Brecht auch seine ersten Liebschaften. Er umwarb etwa die SchĂźlerin Rosa Maria Amann (1901â1988), deren Name später in den Titel eines seiner bekanntesten Gedichte einging (Erinnerung an die Marie A.). Bald (1917) trat jedoch die Liebe zu Paula Banholzer in den Vordergrund, die er âBiâ nannte (fĂźr Bittersweet oder âBittersĂźĂâ, nach dem Vorbild des Dramas Der Tausch von Paul Claudel, das einen Partnertausch zum Vorwurf hat). Trotzdem bemĂźhte er sich weiter um Amann und andere junge Frauen, auf die er ein Auge geworfen hatte â ein Zug, der sich durch sein ganzes Leben hindurch fortsetzte.cite-ref-12[12]
Im März 1917 meldete sich Brecht zum Kriegshilfsdienst und erlangte so die Genehmigung fßr ein vereinfachtes Notabitur, womit er als 18-Jähriger das Gymnasium erfolgreich abschloss. Seinen Dienst leistete er mit Schreibarbeiten sowie in einer Gärtnerei ab. Er wurde vom Kriegsdienst zurßckgestellt. Im Sommer arbeitete er am Tegernsee als Hauslehrer bei einem Mitschßler aus reichem Elternhaus; dann begann er ein Medizinstudium in Mßnchen.cite-ref-13[13]
Auf dem Weg zum professionellen Schriftsteller und Theaterpraktiker
Studium und Militärdienst
Formal studierte Brecht Medizin und Philosophie. Er besuchte jedoch kaum medizinische Vorlesungen, sondern konzentrierte sich auf ein Seminar von Artur Kutscher zur Gegenwartsliteratur. Dort lernte er den von ihm bewunderten Lyriker und Dramatiker Frank Wedekind sowie Otto Zarek und Hanns Johst kennen und knĂźpfte eine lockere Beziehung zu der Medizinstudentin Hedda Kuhn an, die in seinen Psalmen als âHeâ erscheint.cite-ref-14[14] Unter anderem wurde in dem Seminar der aktuelle Roman Ambros Maria Baal des Expressionisten Andreas Thom behandelt.cite-ref-15[15] Dieser Roman sowie Johsts Grabbe-Drama Der Einsame, das er im März 1918 sah, regten Brecht zu einem eigenen Dramenentwurf unter dem Titel Baal an, dessen erste Fassung im Juni fertig war. Brechts Vater lieĂ von den Firmensekretärinnen eine Reinschrift tippen, die Brecht zunächst erfolglos an Kutscher, Lion Feuchtwanger, Jacob Geis und Alfred Kerr verschickte.cite-ref-16[16] In dieser Zeit entstanden auch einige der bekanntesten Gedichte Brechts, vor allem die Legende vom toten Soldaten und Luzifers Abendlied, später umbenannt in Gegen VerfĂźhrung.
In den ersten zwei Semestern war es Brecht mit UnterstĂźtzung seines Vaters gelungen, eine ZurĂźckstellung vom Militärdienst zu erreichen; im Oktober 1918 wurde er aber als Militärkrankenwärter in ein Augsburger Reservelazarett einberufen. Er schrieb damals sein Lied an die Kavaliere der Station D â der Buchstabe steht fĂźr Dermatologie, es handelte sich um eine Station fĂźr Geschlechtskrankheitencite-ref-17[17] â und produzierte mit seinem Freundeskreis ein BĂźchlein Lieder zur Klampfe von Bert Brecht und seinen Freunden.cite-ref-18[18] Nach der Novemberrevolution war Brecht Mitglied des Lazarettrats und damit des Augsburger Arbeiter- und Soldatenrats, tat sich aber in keiner Weise hervor.cite-ref-19[19] Am 9. Januar 1919 konnte er seinen Dienst schon wieder beenden.
Zielstrebige Vernetzung
Brecht hatte seine Liebesbeziehung zu Paula Banholzer während dieser Zeit aufrechterhalten, und im Januar 1919 stellte sich heraus, dass die 17-Jährige von ihm schwanger war. Banholzers Vater hielt nichts von einer Ehe mit dem bislang erfolglosen Dichter und schickte sie in das Allgäuer Dorf Kimratshofen, wo sie am 30. Juli 1919 den Sohn Frank zur Welt brachte.cite-ref-20[20] Brecht schrieb bereits seit Januar an einem neuen Drama, Spartakus (später in Trommeln in der Nacht umbenannt). Wohl im Februar suchte er Lion Feuchtwanger auf, um ihm eine erste Fassung des StĂźcks zu zeigen. Der einflussreiche Feuchtwanger äuĂerte sich sehr positivcite-ref-21[21] und wurde zu einem der wichtigsten und dauerhaftesten FĂśrderer des jungen Brecht.
Obwohl Brecht Feuchtwangers UnterstĂźtzung hatte, kam es zunächst weder zum Druck noch zur AuffĂźhrung eines seiner StĂźcke, die er ständig umarbeitete. 1919 schrieb er zudem eine Serie von Einaktern, unter anderem Die Hochzeit (später betitelt: Die KleinbĂźrgerhochzeit,) die ebenfalls unaufgefĂźhrt blieben. Seit dem 13. Oktober 1919 verfasste er immerhin die Theaterkritiken fĂźr die Augsburger USPD-Zeitung Der Volkswille, handelte sich beim Augsburger Theater dabei allerdings aufgrund seiner Polemik einige Probleme ein, die bis zu einem Beleidigungsprozess gingen.cite-ref-22[22] Bei einer ersten Berlinreise im Februar 1920 nutzte Brecht die MĂźnchner Bekanntschaften mit Hedda Kuhn und dem Schriftsteller und Journalisten Frank Warschauer (in dessen Wohnung in der Eislebener StraĂe er sowohl jetzt wie bei seinem zweiten Aufenthalt 1921/1922 logiertecite-ref-23[23]) zielstrebig aus, um neue Kontakte zu knĂźpfen. Besonders wertvoll war die Empfehlung an Hermann Kasack, damals Lektor bei Kiepenheuer, mit dem er zunächst ergebnislos Ăźber den Baal verhandelte.cite-ref-24[24]
Nach dem Kapp-Putsch kehrte Brecht nach MĂźnchen zurĂźck. Etwa im Dezember lernte er als Augsburger Volkswille-Theaterkritiker die Sängerin Marianne Zoff kennen und begann mit ihr eine intensive Liebesbeziehung, ohne das Verhältnis mit Paula Banholzer zu beenden. Er verwickelte sich dabei in heftige Auseinandersetzungen mit Zoffs anderem Liebhaber Oscar Recht.cite-ref-25[25] Sowohl Zoff als auch Banholzer wurden 1921 erneut von Brecht schwanger, doch Zoff hatte eine Fehlgeburt, Banholzer mĂśglicherweise eine Abtreibung.cite-ref-26[26] Brecht arbeitete mittlerweile an einem weiteren StĂźck mit dem späteren Titel Im Dickicht der Städte und zusätzlich an einer Reihe von Filmprojekten, die jedoch durchweg nicht verkauft werden konnten. Immerhin gelang es ihm, im September 1921 die Seeräubererzählung Bargan läĂt es sein in der Ăźberregional bekannten Zeitschrift Der Neue Merkur unterzubringen.cite-ref-27[27]
Vor allem bei einer zweiten Berlinreise zwischen November 1921 und April 1922 schloss Brecht zielstrebig Bekanntschaften mit einflussreichen Personen des Berliner Kulturlebens.cite-ref-28[28] Er fĂźhrte parallele Verhandlungen mit dem Kiepenheuer-Verlag (Ăźber Hermann Kasack, mit dem Ergebnis eines Generalvertrags und einer vorläufigen monatlichen Rente), dem Verlag Erich ReiĂ (vermittelt durch Klabund) und dem Verlag Paul Cassirer, lernte Schauspieler wie Alexander Granach, Heinrich George, Eugen KlĂśpfer und Werner KrauĂ kennen und verband sich mit dem aufstrebenden Dramatiker Arnolt Bronnen zu gemeinsamen Unternehmungen auf dem Kulturmarkt. In dieser Zeit änderte er auch die Schreibung seines Vornamens in Bertolt, um ein Erkennungszeichen fĂźr die âFirmaâ Arnolt Bronnen/Bertolt Brecht zu schaffen.cite-ref-29[29] Ein besonders wichtiger Kontakt war der zu dem Theaterkritiker des Berliner BĂśrsen-Couriers, Herbert Ihering, der seitdem immer wieder Ăśffentlich fĂźr Brecht eintrat. Ein erster Regieversuch mit Bronnens StĂźck Vatermord musste aufgrund heftiger Streitereien Brechts mit den Schauspielern abgebrochen werden.cite-ref-30[30] Auf Trude Hesterbergs Wilder BĂźhne trat er als Sänger zur Gitarre mit seiner Legende vom toten Soldaten auf und lĂśste damit einen Skandal aus; ähnliche Auftritte als âLiedermacherâ absolvierte er insbesondere bei halbĂśffentlichen Treffen der Kulturszene sehr häufig. Ende 1922 musste Brecht, der sich Ăźberfordert hatte, mit einer NierenentzĂźndung fĂźr drei Wochen in die CharitĂŠ.
Erste Erfolge
Mittlerweile war es in MĂźnchen tatsächlich gelungen, die erste UrauffĂźhrung eines Brecht-StĂźcks zu arrangieren: Trommeln in der Nacht bei Otto Falckenberg an den MĂźnchener Kammerspielen. Brecht Ăźberarbeitete den Text im Sommer noch einmal, die Proben begannen am 29. August 1922, die UrauffĂźhrung fand am 29. September 1922 statt und wurde von Ihering enthusiastisch rezensiert. Am Folgetag zeigten die Kammerspiele in ihrer Mitternachtsvorstellung die Revue Die rote Zibebe von Brecht und Valentin, unter anderem mit Brecht selbst als âKlampfenbenkeâ, Klabund, Joachim Ringelnatz (mit Kuttel Daddeldu), Valeska Gert, Karl Valentin und Liesl Karlstadt. Feuchtwanger verĂśffentlichte einen Artikel Ăźber Brecht in Das Tage-Buch, der Baal erschien im Druck bei Kiepenheuer, das Deutsche Theater in Berlin vereinbarte die AuffĂźhrung aller Brecht-Dramen, Ihering verlieh ihm den mit 10.000 Reichsmark dotierten Kleist-Preis. Eine wahre âBrechthausseâcite-ref-31[31] war ausgebrochen.
Schon während der Proben der Trommeln hatte sich herausgestellt, dass Marianne Zoff erneut schwanger war. Brecht, der ab Mitte Oktober 1922 eine Stelle als Dramaturg und Regisseur an den Mßnchner Kammerspielen innehatte, und Marianne Zoff heirateten am 3. November 1922 in Mßnchen. Mitte November reiste er aber bereits wieder nach Berlin, um dort an den Proben zur Berliner Erstauffßhrung von Trommeln in der Nacht teilzunehmen, die am 20. Dezember stattfand. Noch vor der Jahreswende erschien auch der Erstdruck des Stßcks beim Drei Masken Verlag, mit der Legende vom toten Soldaten im Anhang. Zudem stellte Brecht im März 1923 gemeinsam mit Erich Engel und Karl Valentin den grotesken Film Mysterien eines Frisiersalons fertig. Am 12. März 1923 kam in Mßnchen die Tochter Hanne zur Welt.
Im Dickicht der Städte kam in einer von Brecht kurzfristig Ăźberarbeiteten Fassung unter dem Titel Im Dickicht am 9. Mai 1923 zur Premiere am MĂźnchner Residenztheater. FĂźr das BĂźhnenbild zeichnete erstmals Caspar Neher verantwortlich. Während Ihering erneut Lobeshymnen verfasste, stĂśrten Nazis bereits die zweite Vorstellung des StĂźcks mit Stinkbomben. Das StĂźck wurde nach sechs Vorstellungen âwegen des Widerstands im Publikumâ abgesetzt.
Regisseur Brecht
In den folgenden Monaten unternahm Brecht in Berlin erneut, wiederum gemeinsam mit Bronnen, einen Versuch als Regisseur, nämlich fßr den umtriebigen Theatermacher Jo Lherman. Er kßrzte das Mysterienspiel Pastor Ephraim Magnus des Kleist-Preisträgers Hans Henny Jahnn unter chaotischen Umständen und ständigem Streit mit den Schauspielern radikal von sieben auf zwei Stunden, die Premiere am 23. August 1923 war aber kein Erfolg, zumal Lhermans Schecks sich als ungedeckt erwiesen.cite-ref-32[32] In dieser Zeit lernte Brecht die Schauspielerin Helene Weigel kennen und fing mit ihr ein Verhältnis an.
Ab Ende 1923 konzentrierte sich Brecht auf seine Regiearbeit fĂźr die MĂźnchner Kammerspiele. Gemeinsam mit Lion Feuchtwanger sowie Bernhard Reich und Asja LÄcis bearbeitete er ein elisabethanisches StĂźck von Christopher Marlowe, Edward II, unter dem Titel Leben Eduards des Zweiten von England. Es war die erste Regiearbeit, die Brecht erfolgreich fertigstellen konnte; nach John Fuegi hat er hier erstmals seinen persĂśnlichen Regiestil ausgeformt,cite-ref-33[33] zumal er mit Neher als BĂźhnenbildner zusammenarbeiten konnte. Nach zahlreichen VerzĂśgerungen fand die Premiere des bearbeiteten StĂźcks am 19. März 1924 statt; im Juni erschien der Erstdruck der Bearbeitung mit Radierungen Nehers bei Kiepenheuer, unter Brechts Namen, aber mit dem Vermerk auf Seite 2: âDieses StĂźck schrieb ich mit Lion Feuchtwanger.â Bereits am 8. Dezember 1923 war Baal in Leipzig uraufgefĂźhrt worden. Brecht hatte an den Proben teilgenommen und sich dabei wenig Freunde gemacht. Das StĂźck wurde auf Betreiben der Leipziger Stadtverordnetenversammlung umgehend wieder abgesetzt.
Im FrĂźhling 1924 war Helene Weigel von Brecht schwanger. Ohne seiner Frau Marianne etwas davon oder Ăźberhaupt von dieser Affäre zu sagen, fuhr Brecht mit Marianne und Hanne im April nach Capri in Urlaub. Er nutzte die Gelegenheit auch zu Treffen mit Neher, Reich und Lacis â und zu einer Stippvisite in Florenz, wo er sich mit Helene Weigel traf. Im Juni kehrte Brecht zunächst nach Berlin zurĂźck, um seine Geschäfte mit dem Kiepenheuer Verlag voranzubringen. Die Gedichtsammlung Hauspostille, die er Kiepenheuer seit bereits fast zwei Jahren schuldete, redigierte er gemeinsam mit Hermann Kasack, schickte danach aber wiederum keinen fertigen Text, sondern hielt den Verlag weiter hin. Zwar war zu dieser Zeit noch die Rede davon, dass Marianne Brecht nach Berlin Ăźbersiedeln sollte (Kiepenheuer hatte schon begonnen, eine Wohnung fĂźr sie zu suchen) â Brecht hatte aber bereits mit Helene Weigel ein Abkommen getroffen, dass er ihre Mansardenwohnung in Berlin Ăźbernehmen kĂśnne. Im September 1924 zog er endgĂźltig nach Berlin um. Am 3. November 1924 gebar Helene Weigel in Berlin ihren und Brechts Sohn Stefan.
Schaffenszeit vor dem Exil
Erst drei Jahre später lieĂ Brecht sich von Marianne scheiden und heiratete am 10. April 1929 Helene Weigel, die das zweite gemeinsame Kind Barbara am 28. Oktober 1930 zur Welt brachte. Ab dieser Zeit hatte Brecht bis zu seinem Exil eine Arbeitswohnung in der HardenbergstraĂe 1A, am heutigen Ernst-Reuter-Platz in Berlin.cite-ref-34[34]
Brecht entwickelte sich in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre zum ßberzeugten Kommunisten und verfolgte fortan mit seinen Werken wie dem Stßck Mann ist Mann (Urauffßhrung 1926) politische Ziele. Er trat aber nie in die KPD ein. Brechts Marxismus-Rezeption wurde sowohl von undogmatischen und parteilosen Marxisten wie Karl Korsch, Fritz Sternberg und Ernst Bloch als auch von der offiziellen KPD-Linie beeinflusst. Parallel zur Entwicklung seines politischen Denkens verlief ab 1926 die Bildung seines epischen Theaters. Durch zahlreiche Theaterkritiken, die er in den letzten Jahren schrieb, begann seine Kritik am bßrgerlichen deutschen Theater und der Schauspielkunst. Ein wichtiger theatertheoretischer Aufsatz sind die Anmerkungen zur Oper Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, die Brecht 1930 gemeinsam mit Peter Suhrkamp verfasste. Die Zusammenarbeit mit Kurt Weill in mehreren musikdramatischen Werken war zudem fßr die Entstehung des epischen Theaters wesentlich.
Brecht war nicht nur im Theater aktiv, sondern auch in anderen Sparten, gattungs- und genreĂźbergreifend. Er verfasste Gedichte, Lieder, Kurzgeschichten, Romane, Erzählungen sowie HĂśrspiele fĂźr den Rundfunk. Mit seinen Werken wollte Brecht gesellschaftliche Strukturen durchschaubar machen, vor allem in Hinblick auf ihre Veränderbarkeit. Literarische Texte mussten fĂźr ihn einen âGebrauchswertâ haben. Dies beschrieb er 1927 detailliert in seinem Kurzen Bericht Ăźber 400 (vierhundert) junge Lyriker.
In Zusammenarbeit mit Kurt Weill entstanden eine Reihe von sogenannten LehrstĂźcken mit avantgardistischer Musik, zum Beispiel das StĂźck Lindberghflug 1929, die Schuloper Der Jasager (1930), die er nach Diskussionen mit SchĂźlern der Karl-Marx-Schule (Berlin-NeukĂślln) Ăźberarbeitete und um die Alternative Der Neinsager ergänzte, sowie Die MaĂnahme (ebenfalls 1930). Die 1927 verĂśffentlichte Gedichtsammlung Bertolt Brechts Hauspostille bestand aus weitgehend frĂźher verfassten Texten. 1928 feierte Brecht mit seiner von Kurt Weill vertonten Dreigroschenoper, die am 31. August uraufgefĂźhrt wurde, einen der grĂśĂten Theatererfolge der Weimarer Republik. Im selben Jahr lernte Brecht Hanns Eisler kennen, der nun zum wichtigsten Komponisten seiner StĂźcke und Lieder wurde. Aus der Bekanntschaft erwuchsen eine enge Freundschaft und eine der wichtigsten Dichter-Musiker-Partnerschaften des 20. Jahrhunderts.
Leben im Exil
Ab 1930 begannen die Nationalsozialisten Brechts AuffĂźhrungen vehement zu stĂśren. Zu Beginn des Jahres 1933 wurde eine AuffĂźhrung von Die MaĂnahme durch die Polizei unterbrochen. Die Veranstalter wurden wegen Hochverrats angeklagt. Am 28. Februar â einen Tag nach dem Reichstagsbrand â verlieĂ Brecht mit seiner Familie und Freunden Berlin und flĂźchtete ins Ausland. Seine ersten Exilstationen waren Prag, Wien, ZĂźrich, im FrĂźhsommer 1933 Carona bei Kurt Kläber und Lisa Tetzner und Paris. Auf Einladung der Schriftstellerin Karin MichaĂŤlis reiste Helene Weigel mit den Kindern und Brechts Mitarbeiterin und Geliebter Margarete Steffin voraus nach Dänemark auf die kleine Insel Thurø bei Svendborg.cite-ref-35[35] Brecht stand im April 1933 auf der von Wolfgang Herrmann verfassten âSchwarzen Listeâ; deshalb wurden seine BĂźcher am 10. Mai 1933 von den Nationalsozialisten verbrannt und am Tag darauf seine gesamten Werke verboten. Brecht wurde 1935 die deutsche StaatsbĂźrgerschaft aberkannt.
In Paris richtete Brecht 1933 die Agentur DAD ein, den âDeutschen Autorendienstâ. Dieser sollte emigrierten Schriftstellern, insbesondere seiner Co-Autorin Margarete Steffin, PublikationsmĂśglichkeiten vermitteln. Zusammen mit Kurt Weill erarbeitete Brecht sein erstes ExilstĂźck, das Ballett Die sieben TodsĂźnden, das im Juli 1933 im ThÊâtre des Champs-ElysĂŠes uraufgefĂźhrt wurde. Kurz darauf erwarb Brecht ein Haus in Svendborg (Dänemark) und verbrachte dort mit seiner Familie die nächsten fĂźnf Jahre. 1938 entstand das Leben des Galilei. AuĂer Dramen schrieb Brecht auch Beiträge fĂźr mehrere Emigrantenzeitschriften in Prag, Paris und Amsterdam. Im Jahre 1939 verlieĂ er Dänemark, lebte ein Jahr in einem Bauernhaus in LidingĂś bei Stockholm und im April 1940 in Helsinki. Im schwedischen Exil verfasste Brecht von 1938 bis 1939 das Drama Mutter Courage und ihre Kinder. Es wurde am 19. April 1941 im Schauspielhaus ZĂźrich unter der Regie von Leopold Lindtberg mit Therese Giehse in der Hauptrolle uraufgefĂźhrt.
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Hauptartikel
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Mutter Courage und ihre Kinder
Während des Sommeraufenthalts 1940 in Marlebäck, wohin die Familie von der finnischen Schriftstellerin Hella Wuolijoki eingeladen worden war, schrieb Brecht nach einem Text Wuolijokis das StĂźck Herr Puntila und sein Knecht Matti, das erst am 5. Juni 1948 in ZĂźrich uraufgefĂźhrt wurde. Im Sommer 1940 begann er auch gemeinsam mit Wuolijoki die Bearbeitung des unvollendet gebliebenen StĂźckes Die Judith von Shimoda nach einer Vorlage von Yamamoto YĹŤzĹ.
Erst im Mai 1941 erhielt Brecht sein Einreisevisum in die USA und konnte mit seiner Familie via Moskau und Wladiwostok mit dem Schiff nach Santa Monica in Kalifornien reisen, wo er am 21. Juli 1941 eintraf.cite-ref-36[36] Am 12. August 1942 mietete er dort fĂźr monatlich 60 US-Dollar das Haus 1063 26th Street,cite-ref-37[37] in dem er bis 1947 wohnte,cite-ref-38[38] in unmittelbarer Nähe von Hollywood. Er stellte sich vor, im Filmgeschäft als erfolgreicher Drehbuchautor arbeiten zu kĂśnnen; doch dazu kam es zunächst aufgrund seiner Abneigung gegenĂźber den USA und seiner Abkapselung nicht. Er hatte kaum MĂśglichkeiten zur literarischen oder politischen Arbeit und bezeichnete sich selbst angesichts des Desinteresses der US-Amerikaner als âLehrer ohne SchĂźlerâ. Mit Charles Laughton, der später in Brechts einziger Theaterarbeit im amerikanischen Exil die Hauptrolle spielte, Ăźbersetzte er sein StĂźck Leben des Galilei, das im Juli 1947 am Coronet Theatre in Beverly Hills Premiere feierte. Die ursprĂźngliche Fassung war am 9. September 1943 im Schauspielhaus ZĂźrich uraufgefĂźhrt worden.cite-ref-39[39]
Nach dem Kriegseintritt der USA musste sich Brecht 1942 als âEnemy Alienâ, als feindlicher Ausländer, registrieren lassen und wurde vom FBI Ăźberwacht.cite-ref-40[40] Unter dem Verdacht, Mitglied einer kommunistischen Partei zu sein, wurde er am 30. Oktober 1947 vom Ausschuss fĂźr unamerikanische Umtriebe befragt.cite-ref-41[41] Die Frage, ob er jemals Mitglied der Kommunistischen Partei gewesen sei oder noch gegenwärtig sei, beantwortete Brecht mit âneinâ und ergänzte, er sei auch nicht Mitglied einer kommunistischen Partei in Deutschland. Einen Tag später reiste er nach Paris und kurz darauf am 5. November nach ZĂźrich. Dort hielt er sich ein Jahr auf, da die Schweiz das einzige Land war, fĂźr das er eine Aufenthaltserlaubnis erhielt; die Einreise nach Westdeutschland â in die amerikanische Besatzungszone â wurde ihm untersagt. Im Februar 1948 wurde Brechts Fassung der Antigone des Sophokles im Stadttheater Chur uraufgefĂźhrt.
RĂźckkehr nach Berlin
Sondierung der Lage
Bereits kurz nach dem Krieg wurde Brecht von Freunden gedrängt, nach Deutschland zurĂźckzukommen und seine StĂźcke selbst zu inszenieren. Er wartete jedoch in ZĂźrich noch ab und sondierte die Lage. Als 1948 in der sowjetischen Besatzungszone mehrere Theater wiedererĂśffnet wurden und auch das âDeutsche Theaterâ und die VolksbĂźhne die Arbeit wieder aufnahmen, reiste er im Oktober 1948 auf Einladung des Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands von ZĂźrich Ăźber Prag nach Berlin. Die Einreise in die westlichen Besatzungsgebiete Deutschlands blieb ihm nach wie vor untersagt. In Ost-Berlin angekommen, fand er schnell Kontakt zu maĂgeblichen KĂźnstlern und Funktionären. Auch dass mit Alexander Dymschitz ein Verehrer seiner Werke in der Sowjetischen Militäradministration saĂ, sollte sich als gĂźnstig erweisen. Das Wiedersehen mit Jacob Walcher, dessen politischer Urteilsfähigkeit Brecht immer in besonderem MaĂe vertraute, war fĂźr Brecht eine groĂe Freude, hatte er doch nun den Experten gefunden, mit dem er die politischen Konstellationen diskutieren konnte. Brecht enthielt sich zunächst politischer ĂuĂerungen in der Ăffentlichkeit. Schon im Januar hatte Brecht sich in der Schweiz skeptisch zur Entwicklung in Deutschland geäuĂert.
âEs ist klar aus allem, daĂ Deutschland seine Krise noch gar nicht erfaĂt hat. Der tägliche Jammer, der Mangel an allem, die kreisfĂśrmige Bewegung aller Prozesse, halten die Kritik beim Symptomatischen. Weitermachen ist die Parole. Es wird verschoben und es wird verdrängt. Alles fĂźrchtet das EinreiĂen, ohne das das Aufbauen unmĂśglich ist.â
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Bertolt Brecht: Journal Schweiz vom 6. Januar 1948, GBA Band 27, S. 262
Obwohl Brecht bei seinem Berlinaufenthalt durchaus keine weitreichenden Privilegien eingeräumt wurden, kam es doch zu Verhandlungen mit Verlegern. Nach einigem ZÜgern ordnete er seine Verlagsangelegenheiten: Bei Peter Suhrkamp sollten die Versuche und die Gesammelten Werke erscheinen, der Aufbau-Verlag sollte ebenfalls dafßr eine Lizenz erhalten, und die Rechte fßr die Bßhnenwerke blieben beim Reiss-Verlag in Basel. Auch fßr Brechts Lyrik interessierte sich der Aufbau-Verlag frßhzeitig.cite-ref-42[42]
Als wichtige Aufgabe empfand es Brecht, wieder im Theaterbetrieb FuĂ zu fassen. Ein Angebot Wolfgang Langhoffs, am Deutschen Theater eigene StĂźcke zu inszenieren, nahm er sofort an. Damit war zugleich ein wichtiges Ziel seiner Berliner Freunde, den KĂźnstler an ein Berliner Theater zu binden, erreicht. Zusammen mit Erich Engel inszenierte Brecht das StĂźck Mutter Courage und ihre Kinder. Die Premiere am 11. Januar 1949 war ein auĂerordentlicher Erfolg fĂźr Brecht, Engel und die Hauptdarstellerin Weigel, insbesondere aufgrund Brechts Theorie des epischen Theaters. In der Presse wurde die Inszenierung einerseits gelobt, andererseits zeichneten sich bereits spätere Konflikte mit den Kulturfunktionären ab. Begriffe wie âvolksfremde Dekadenzâ, noch mit Fragezeichen versehen, tauchten in der Ăffentlichkeit auf, offenbar in der Erwartung, dass die Formalismusdebatte Schdanows von 1948 in der UdSSR unweigerlich auch den Kunst- und Kulturbetrieb der DDR erreichen wĂźrde.cite-ref-43[43]
Im Februar 1949 kehrte Brecht kurzzeitig nach ZĂźrich zurĂźck, um eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen, da Berlin nicht unmittelbar seine erste Wahl war. Die Genehmigung wurde jedoch abgelehnt. Auch war Brecht im Weiteren bemĂźht, fĂźr seine bevorstehende Arbeit in Berlin Schauspieler und Regisseure zu gewinnen. Gleichzeitig betrieb er umfangreiche Studien zur Geschichte der Pariser Kommune. Der Text des StĂźckes Die Tage der Commune (eine Neubearbeitung von Nordahl Griegs Die Niederlage) lag im April 1949 fertig vor, allerdings war Brecht mit dem Erreichten unzufrieden und verschob die Inszenierung zunächst. Als er ZĂźrich am 4. Mai 1949 endgĂźltig verlieĂ, hatte er Verträge unter anderen mit Therese Giehse, Benno Besson und Teo Otto abgeschlossen. Zuvor hatte sich Brecht, der 1935 durch AusbĂźrgerung ein Staatenloser geworden war, im April 1949 an Gottfried von Einem in seiner Funktion als Direktoriumsmitglied der Salzburger Festspiele gewandt und zugleich unter Hinweis auf die ursprĂźngliche StaatsangehĂśrigkeit seiner Ehefrau Helene Weigel die Ăśsterreichische StaatsbĂźrgerschaft beantragt. Im August 1949 zog er zu Einem nach Salzburg und begann mit der Arbeit am Salzburger Totentanz als Alternativfassung fĂźr den Jedermann. Auf FĂźrsprache Einems und zahlreicher Ăśsterreichischer Kulturschaffender, die eine Bereicherung des heimischen Kulturlebens erwarteten, verlieh die Salzburger Landesregierung am 12. April 1950 Brecht und Weigel die gewĂźnschte StaatsbĂźrgerschaft. In der DDR fĂźhrten die BehĂśrden Brecht und Weigel fortan als deutsche und Ăśsterreichische StaatsangehĂśrige. In Ăsterreich stieĂ Brecht im Folgejahr auf Kritik. Er hatte das Land 1950 verlassen, ohne den Salzburger Totentanz zu beenden. Einem verlor als Urheber der EinbĂźrgerung seinen Posten bei den Salzburger Festspielen.cite-ref-44[44]
Ein eigenes Ensemble
Während Brecht sich in der Schweiz aufhielt, hatte Helene Weigel alles Notwendige in die Wege geleitet, um fĂźr Brecht ein eigenes Ensemble grĂźnden zu kĂśnnen. Wilhelm Pieck, Otto Grotewohl und auf Seiten der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) Alexander Dymschitz hatten das Vorhaben nach Kräften unterstĂźtzt. Vom Beschluss des PolitbĂźros der SED, ein âHelene-Weigel-Ensembleâ zu grĂźnden, mit der MaĂgabe, am 1. September 1949 den Spielbetrieb aufzunehmen, wurde am 29. April 1949 die zuständige staatliche Stelle informiert.cite-ref-45[45] Die Einsetzung Helene Weigels als Ensembleleiterin hatte fĂźr Brecht nur Vorteile. Er musste sich einerseits nicht mit der BĂźrokratie des Theaterbetriebes abgeben, konnte andererseits aber auch sicher sein, dass Weigel ihn nicht durch eigenen Ehrgeiz zu Kompromissen zwingen wĂźrde. In den ersten Jahren schien das Konzept der gemeinsamen Arbeit begabter Schauspieler und Regisseure aus der Exilszene und junger Talente aus dem Inland aufzugehen, doch zeigten der Kalte Krieg und die Debatte um Brechts episches Theater auch in diesem Bereich bald Wirkung. Absprachen konnten nicht eingehalten werden, von Brecht erwartete KĂźnstler wie Peter Lorre kamen nicht nach Berlin. Andere, mit FormalismusvorwĂźrfen konfrontierte KĂźnstler wie Teo Otto, beendeten die Zusammenarbeit.
Theaterarbeit in der DDR
Als mit der GrĂźndung der DDR 1949 auch eine neue Akademie der KĂźnste ins Leben gerufen werden sollte, versuchte Brecht, hier seine Vorstellungen einzubringen: âAuf jeden Fall aber sollte unsere Akademie produktiv und nicht nur repräsentativ sein.â Er brachte auch das Thema âMeisterschĂźlerâ ins Gespräch. Im inzwischen umbenannten Berliner Ensemble umgab sich Brecht oft und gern mit SchĂźlern wie Benno Besson, Peter Palitzsch, Carl Weber und Egon Monk. Anfang 1950 wandte sich Brecht dem StĂźck Der Hofmeister des âSturm und Drangâ-Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz zu, fĂźr den er zeit seines Lebens eine groĂe Sympathie empfand. Die Premiere seiner Bearbeitung fand am 15. April 1950 statt, es war der grĂśĂte Erfolg des Ensembles zu Lebzeiten Brechts, auch wurde er hier zum ersten Mal von der Ăffentlichkeit als Regisseur wahrgenommen.cite-ref-46[46]
Anfang der 1950er Jahre wurden von der SED wichtige Grundsatzentscheidungen getroffen, so sei der Aufbau des Sozialismus zur grundlegenden Aufgabe [âŚ] geworden.cite-ref-47[47] Gleichzeitig gewann die Debatte um Formalismus in der Kunst an Schärfe. Brecht agierte hier vorsichtig und lieĂ sich nicht auf eine theoretische Auseinandersetzung ein. Er ging eher den Weg kleiner Schritte und bereitete mit der Neuinszenierung von Die Mutter 1950/1951 sein Publikum auf das von ihm gewollte âdidaktische Theaterâ vor. In der zu dieser Inszenierung einsetzenden eher mahnend-wohlwollenden Kritik wurde wieder einmal die Sonderrolle Brechts deutlich, die er im DDR-Kunstbetrieb genoss. Andere KĂźnstler wie Paul Dessau bekamen die FormalismusvorwĂźrfe der Funktionäre weitaus deutlicher zu spĂźren. Jedoch geriet auch Brechts Libretto der Oper Die Verurteilung des Lukullus, deren âProbeauffĂźhrungâ am 17. März 1951 noch unter dem Titel Das VerhĂśr des Lukullus stattfand, in die Auseinandersetzung. Durch gezielte Kartenvergabe seitens des Ministeriums fĂźr Volksbildung sollte offenbar ein Misserfolg organisiert werden. Der Plan schlug grĂźndlich fehl. Auch in den folgenden Diskussionen zum StĂźck, an denen sich hĂśchste Staatsfunktionäre beteiligten, agierte Brecht geschickt, immer den Kompromiss suchend. Am 7. Oktober 1951 erhielt Brecht den Nationalpreis der DDR I. Klasse. Brecht habe mit seinen Werken geholfen, âden Kampf fĂźr Frieden und Fortschritt und fĂźr eine glĂźckliche Zukunft der Menschheit zu fĂźhrenâ.cite-ref-48[48] 1952 lieĂ er zunächst eine Inszenierung des Urfaust mit jungen Schauspielern in Potsdam â auĂerhalb Berlins â auffĂźhren, eine Praxis, die er noch Ăśfter wiederholte. Am 2. Juli 1952 bezog Brecht gemeinsam mit Helene Weigel ein Haus in Buckow. Nicht ohne Stolz erklärte er: âIch gehĂśre jetzt zu einer neuen Klasse â den Pächtern.â (cite-ref-49[49])
Brechts Reaktionen auf den 17. Juni 1953
Als es am 17. Juni 1953 in Berlin zu Massenprotesten der DDR-Arbeiter kam, drĂźckte Brecht noch am selben Tag in einem knapp gehaltenen Brief an Walter Ulbricht seine âVerbundenheit mit der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlandsâ aus, formulierte aber gleichzeitig die Erwartung einer âAussprache mit den Massen Ăźber das Tempo des sozialistischen Aufbausâ.cite-ref-50[50] Weitere kurze Solidaritätsadressen schickte Brecht am gleichen Tag an Wladimir Semjonow (âunverbrĂźchliche Freundschaft zur Sowjetunionâcite-ref-51[51]) und an Otto Grotewohl sowie Gustav Just mit dem Angebot, Beiträge zum aktuellen Radioprogramm zu liefern.cite-ref-52[52]
Brecht kommentierte die Situation zur selben Zeit in einem unverĂśffentlichten Typoskript so: âDie Demonstrationen des 17. Juni zeigten die Unzufriedenheit eines beträchtlichen Teils der Berliner Arbeiterschaft mit einer Reihe verfehlter wirtschaftlicher MaĂnahmen. Organisierte faschistische Elemente versuchten, diese Unzufriedenheit fĂźr ihre blutigen Zwecke zu missbrauchen. Mehrere Stunden lang stand Berlin am Rande eines Dritten Weltkrieges. Nur dem schnellen und sicheren Eingreifen sowjetischer Truppen ist es zu verdanken, daĂ diese Versuche vereitelt wurden. Es war offensichtlich, daĂ das Eingreifen der sowjetischen Truppen sich keineswegs gegen die Demonstrationen der Arbeiter richtete. Es richtete sich augenscheinlich ausschlieĂlich gegen die Versuche, einen neuen Weltbrand zu entfachen. Es liegt jetzt an jedem einzelnen, der Regierung beim Ausmerzen der Fehler zu helfen, welche die Unzufriedenheit hervorgerufen haben und unsere unzweifelhaft groĂen sozialen Errungenschaften gefährden.âcite-ref-53[53]
Brecht sah die Ursache der Streiks in dem Versuch der Regierung, durch ErhĂśhung der Arbeitsnormen ohne adäquate Gegenleistung âdie Produktion zu steigernâ. Die KĂźnstler habe man als Propagandisten dieses Projekts funktionalisiert: âMan gewährte den KĂźnstlern einen hohen Lebensstandard und versprach ihn den Arbeitern.âcite-ref-54[54] Eine wirkliche Veränderung der Produktionssphäre sah Brecht als Alternative.
Brecht hatte seinen Brief an Ulbricht mit einer Solidaritätsadresse an die Partei geschlossen, fĂźr einige Biographen eine bloĂe HĂśflichkeitsfloskel.cite-ref-55[55] Die Regierung verĂśffentlichte im Neuen Deutschland vom 21. Juni 1953 aber ausschlieĂlich seine Verbundenheit zur Partei, was Brecht nachhaltig diskreditierte.cite-ref-56[56] Brecht versuchte, den Eindruck zu korrigieren, der durch den verĂśffentlichten Teil des Briefes entstanden war. Unter der Ăberschrift FĂźr Faschisten darf es keine Gnade geben bezog Brecht neben anderen Autoren im Neuen Deutschland vom 23. Juni 1953 Stellung.cite-ref-57[57] Neben einer legitimierenden Einleitung, die den Missbrauch der Demonstrationen âzu kriegerischen Zweckenâ anfĂźhrte, forderte er nochmals eine âgroĂe Ausspracheâ mit den Arbeitern, âdie in berechtigter Unzufriedenheit demonstriert habenâ.cite-ref-58[58] Noch im Oktober 1953 versuchte Brecht, den kompletten Brief an Ulbricht Ăźber Journalisten zu verbreiten.cite-ref-59[59]
âDamals brach eine Welt fĂźr Brecht zusammen. Er war erschĂźttert und entsetzt. Augenzeugen berichten, sie hätten ihn damals geradezu hilflos gesehen; lange Zeit trug er eine Abschrift des verhängnisvollen Briefes bei sich und zeigte sie Freunden und Bekannten, um sich zu rechtfertigen. Aber es war zu spät. Schlagartig setzten die westdeutschen BĂźhnen, die treuesten, die er neben seiner eigenen hatte, seine StĂźcke von den Spielplänen ab, und es dauerte lange, bis sich dieser Boykott wieder lockerte.âcite-ref-60[60]
Ronald Gray fand in Brechts Verhalten die Figur des Galileo Galilei wieder, die Brecht selbst literarisch gestaltet hatte: Die chamäleonhafte verbale Anpassung an das Regime habe ihm ermÜglicht, seine wirklichen Interessen zu verfolgen.cite-ref-61[61] Walter Muschg reflektierte das unklare Verhalten Brechts unter Bezug auf das Doppelleben der Brecht-Figur Shen-Te aus Der gute Mensch von Sezuan:
âDer von der Feigheit und Dummheit der Zeit frei Gebliebene fĂźhrte das Doppelleben, das âDer gute Mensch von Sezuanâ darstellt, und befleckte sich mit Zugeständnissen, um sich halten zu kĂśnnen. Es half ihm nichts, daĂ seine fĂźr offizielle Anlässe gelieferten Verse, absichtlich oder nicht, erstaunlich schlecht waren, Schweyks Schläue im Umgang mit der Diktatur konnte ihn innerlich nicht beruhigen. Er muĂte sich als Gespenst seiner selbst vorkommen, weil er, zur Flucht zu stolz, unter der ihm längst fragwĂźrdig gewordenen Fahne ausharrte. Nur ein besseres Ende des Krieges hätte ihn vor dieser Zwangslage bewahren kĂśnnen. Er war kein Verräter, aber ein Gefangener. Er wurde wieder zum AuĂenseiter, sein Gesicht bekam einen leichenhaften Zug. Der schlimmste MiĂbrauch seiner Person war die Unterschlagung seiner kritischen Stellungnahme zur UnterdrĂźckung des Berliner Juniaufstandes von 1953, von der die Ăffentlichkeit nur die verbindliche SchluĂformel zu sehen bekam. Nach seinem frĂźhen Tod, der wohl mit dem Gram darĂźber zusammenhängt, kamen Gedichte ans Licht, die zeigen was er litt.âcite-ref-62[62]
Anders analysiert John Fuegi in seiner Brecht-Biographie Brecht & Co. die Reaktionen Brechts. Brecht selbst habe in dieser Zeit unter Druck gestanden und um die Ăbernahme des Theaters am Schiffbauerdamm gekämpft. Seine Bezugnahme auf CIA-Provokateure zeige seine grundlegende Missdeutung der Situation. âDie DDR-Regierung hatte den Kontakt zur Arbeiterschaft verloren, und das galt auch fĂźr Brecht.âcite-ref-63[63] Zudem habe Brecht auĂer dem oben zitierten Brief weitere Solidaritätsadressen an Wladimir Semjonow und Otto Grotewohl versandt.cite-ref-64[64] Auch auf Proteste eines Arbeiters im Berliner Ensemble gegen die niedrigen Gehälter von etwa 350 Mark netto habe Brecht nicht reagiert, obwohl er allein am Theater ein Gehalt von 3000 Mark erhalten habe.cite-ref-65[65]
In der poetischen Reflexion der Ereignisse nahm Brecht im Juli/August 1953 eine deutlich distanzierte Haltung der DDR-Regierung gegenĂźber ein, die er in den Buckower Elegien unter anderem im Gedicht Die LĂśsung artikulierte.
Nach dem Aufstand des 17. Juni
Lieà der Sekretär des Schriftstellerverbands
In der Stalinallee Flugblätter verteilen
Auf denen zu lesen war, daĂ das Volk
Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
Und es nur durch doppelte Arbeit
Zurßckerobern kÜnne. Wäre es da
Nicht doch einfacher, die Regierung
LĂśste das Volk auf und
Wählte ein anderes?cite-ref-66[66]
Eine Aussprache, wie Brecht sie sich gewĂźnscht hatte, kam nicht zustande; er zog sich aus den dann folgenden fruchtlosen Debatten zurĂźck. Von Juli bis September 1953 arbeitete Brecht Ăźberwiegend in Buckow an den Gedichten der Buckower Elegien und an dem StĂźck Turandot oder der Kongress der WeiĂwäscher. In dieser Zeit erlebte Brecht auch mehrere persĂśnliche Krisen im Zusammenhang mit seinen ständig wechselnden Liebschaften. Helene Weigel zog vorĂźbergehend allein in die ReinhardstraĂe 1, Brecht in ein Hinterhofgebäude der ChausseestraĂe 125. Auch seine langjährige treue Gefährtin Ruth Berlau erwies sich fĂźr Brecht nun zunehmend als Belastung, zumal sie auch ihre Arbeiten im Ensemble nur noch sporadisch ausfĂźhrte.
Die letzten Jahre
Im Januar 1954 wurde das Ministerium fĂźr Kultur der DDR gegrĂźndet, Johannes R. Becher wurde zum Minister und Brecht in den kĂźnstlerischen Beirat berufen. Die alten Verwaltungsstrukturen wurden aufgelĂśst. Damit sollte die allgegenwärtige Spannung zwischen den KĂźnstlern und den Staatsfunktionären endlich beseitigt werden. Die Formalismuskonzeption verschwand aus den Debatten. Brecht begrĂźĂte die Ănderungen und rief seine KĂźnstlerkollegen dazu auf, die neuen Chancen zu nutzen.cite-ref-67[67] Am 19. März 1954 erĂśffnete Brecht mit seinen Mitarbeitern das Theater am Schiffbauerdamm mit einer Bearbeitung von Molières Don Juan. Vor dem Hintergrund der sich immer mehr verschärfenden Ost-West-Konfrontation beteiligte sich Brecht 1955 an Diskussionsabenden in West-Berlin und betrieb die Herausgabe seiner Kriegsfibel. Am 21. Dezember 1954 wurde Brecht mit dem Internationalen Stalin-Friedenspreis ausgezeichnet, der ihm am 25. Mai 1955 im Moskauer Kreml Ăźberreicht wurde. Brecht hatte weiterhin Ideen und Pläne zu neuen StĂźcken, die er jedoch zunehmend an seinen Mitarbeiterstab delegierte. Im Juni 1954 wurde Brecht zum Vizepräsidenten der Deutschen Akademie der KĂźnste ernannt. Brecht leistete zudem in seinen letzten Lebensjahren ein gewaltiges Pensum: Zwei Inszenierungen pro Jahr als Regisseur, Mitarbeit an fast allen Inszenierungen anderer Regisseure des Berliner Ensembles sowie schriftstellerische Arbeiten jeglicher Art. Mit zwei Gastspielen, 1954 mit Mutter Courage und 1955 mit Der kaukasische Kreidekreis in Paris, schaffte Brechts Ensemble nun auch den internationalen Durchbruch. Der triumphale Erfolg signalisierte jedem Theaterfunktionär: Brecht kann man inszenieren, ohne ein Wagnis einzugehen.
Im Jahr 1956, nach dem XX. Parteitag der KPdSU und der Geheimrede Chruschtschows, schrieb Brecht einige Gedichte, in denen er den Stalinismus verurteilte. Diese Gedichte wurden erstmals 1982 verĂśffentlicht.cite-ref-68[68]cite-ref-69[69]
Tod
Am 15. Mai 1955 verfasste Brecht sein Testament und schrieb einen Brief an Rudolf Engel, Mitarbeiter der Akademie der KĂźnste, und bat ihn: âIm Falle meines Todes mĂśchte ich nirgends aufgebahrt und Ăśffentlich aufgestellt werden. Am Grab soll nicht gesprochen werden. Beerdigt werden mĂśchte ich auf dem Friedhof neben dem Haus, in dem ich wohne, in der ChausseestraĂe.âcite-ref-70[70] Ein Jahr darauf wurde Brecht mit einer Influenza (âechte Grippeâ) in das Berliner CharitĂŠ-Krankenhaus eingeliefert. Zu seiner Erholung verbrachte er die Sommerfrische im Landhaus am Buckower SchermĂźtzelsee in der Märkischen Schweiz. Aber auch die Landluft konnte seine Herzbeschwerden, die er seit seiner Kindheit hatte, nicht kurieren.
Brecht starb am 14. August 1956 in der Berliner ChausseestraĂe 125,cite-ref-71[71] dem heutigen Brecht-Haus. Lange wurde angenommen, dass er am 12. August 1956 einen Herzinfarkt erlitten habe. Brecht hatte jedoch in seiner Kindheit an rheumatischem Fieber gelitten â einer damals noch wenig verstandenen Erkrankung. Diese griff sein Herz an, was zu den chronischen Herzproblemen fĂźhrte. Verbunden mit dem rheumatischen Fieber war eine Chorea minor, zudem traten urologische Probleme auf.
Am 17. August 1956 wurde Brecht unter groĂer Anteilnahme der BevĂślkerung und im Beisein zahlreicher Vertreter aus Politik und Kultur beigesetzt. Bei der Beerdigung wurde, wie er es sich gewĂźnscht hatte, nicht gesprochen.cite-ref-72[72] Zusammen mit seiner 1971 verstorbenen Frau Helene Weigel liegt er auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin begraben.
Seinem Wunsch fĂźr die Gestaltung seines Grabsteins mit der von ihm vorgeschlagenen Aufschriftcite-ref-73[73]
Ich benĂśtige keinen Grabstein, aber
Wenn ihr einen fĂźr mich benĂśtigt
WĂźnschte ich, es stĂźnde darauf:
Er hat Vorschläge gemacht. Wir
Haben sie angenommen.
Durch eine solche Inschrift wären
Wir alle geehrt.
wurde nicht entsprochen. Stattdessen wurde auf dem eher schlichten Stein ausschlieĂlich sein Name angebracht.cite-ref-74[74]
Auf Beschluss des Berliner Senats ist die letzte Ruhestätte von Bertolt Brecht (Grablage: CAM-1-26/29) seit 1997 als Ehrengrab des Landes Berlin gewidmet. Die Widmung wurde im August 2021 um die ßbliche Frist von zwanzig Jahren verlängert.cite-ref-75[75]
Darstellung Brechts in der bildenden Kunst
⢠Fritz Cremer: Denkmal Bertolt Brecht (1986â1988/89) auf dem Bertolt-Brecht-Platz in Berlincite-ref-76[76]
⢠Fritz Cremer: Bertolt Brecht (Porträtbßste, Bronze, 1956/57; Nationalgalerie Berlin; Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Kunsthalle Rostock)cite-ref-77[77]
⢠Benedikt Fred Dolbin: Bert Brecht (Bleistift-Zeichnung, 28 à 22 cm; Berlinische Galerie, Berlin)cite-ref-78[78]
⢠Arno Fleischer: Porträt von Bertolt Brecht (1966, Holzschnitt, rot und schwarz)cite-ref-79[79]
⢠Bernd GÜbel: Bert Brecht (Sitzfigur, 1977/1981, Bronze)cite-ref-80[80]
⢠Arwed Gorella: Bert Brecht (Farbholzschnitt, 1971, 28,6 à 28 cm, 1971)cite-ref-81[81]
⢠Waldemar Grzimek: Bertolt Brecht (Porträtbßste, 1957, Bronze; u. a. in den Kunstsammlungen am Theaterplatz Chemnitz)cite-ref-82[82]
⢠Waldemar Grzimek: Darstellung des deutschen Dramatikers Bertolt Brecht (1957, Statuette, Bronze, Stiftung Stadtmuseum Berlin)cite-ref-83[83]
⢠Paul Hamann: Bertolt Brecht (Porträtbßste, 1930; Hamburger Kunsthalle.)
⢠Bert Heller: Bildnis Bertolt Brecht (Tempera, Ăl, 1955/56; Nationalgalerie Berlin)cite-ref-84[84]
⢠Hans JĂźrgen Kallmann: Bildnis Bert Brecht (Ăl, 73 Ă 123 cm, 1956; Museum Ludwig, KĂśln)cite-ref-85[85]
⢠Peter Reinhold: Bertolt Brecht (Holzschnitt, 1950)cite-ref-86[86]
⢠Rudolf Schlichter: Bertolt Brecht (Ăl, 1926/1927; Lenbachhaus Fritz Heinsheimer MĂźnchen.)
⢠Gustav Seitz: Bertolt Brecht (Statuette; 1958)cite-ref-87[87]
⢠Heinz Zander: Brecht und Eisler (1988, Ăl)cite-ref-88[88]
Episches Theater
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Hauptartikel
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Episches Theater
Brecht wollte ein analytisches Theater, das den Zuschauer eher zum distanzierten Nachdenken und Hinterfragen anregt als zum MitfĂźhlen. Zu diesem Zweck âverfremdeteâ und desillusionierte er das Spiel absichtlich, um es als Schauspiel gegenĂźber dem wirklichen Leben erkennbar zu machen (Brecht nannte dies den âVerfremdungseffektâ). Schauspieler sollten analysieren und synthetisieren, das heiĂt, von auĂen an eine Rolle herangehen, um dann ganz bewusst so zu handeln, wie es die Figur getan hätte. Diese Neukonzeption des Theaters, ursprĂźnglich âepisches Theaterâ, nannte er später âdialektisches Theaterâ, da ein Widerspruch zwischen Unterhaltung und Lernen entstehen soll, der die Illusion des âemotionalen Hineingezogenwerdensâ beim Publikum zerstĂśren will. Brecht vertrat die Auffassung der Dialektik vom Menschen als Produkt der Verhältnisse und glaubte an dessen Fähigkeit, diese zu verändern: âIch wollte auf das Theater den Satz anwenden, dass es nicht nur darauf ankommt, die Welt zu interpretieren, sondern sie zu verändern.âcite-ref-89[89] Damit bezieht er sich auf die zentrale Schlussfolgerung der marxschen Thesen Ăźber Feuerbach.
Das epische Theater Brechts steht im Gegensatz sowohl zur Lehre Stanislawskis als auch zu der des method acting (methodische Schauspielkunst) von Lee Strasberg, die grĂśĂtmĂśgliche Realitätsnähe anstrebten und vom Schauspieler verlangten, sich in die Rolle hineinzuversetzen. Die wichtigsten Elemente des Epischen Theaters waren im Werk Brechts jedoch bereits vor dessen Begegnung mit dem Marxismus ausgebildet.cite-ref-90[90]
Der Begriff der Misuk, den Brecht prägte, stellt den Versuch dar, diese Ideen auf das Feld der Musik zu ßbertragen.
Das Werk
StĂźcke
Brecht formte seine StĂźcke zumeist in direkter Wechselwirkung mit den AuffĂźhrungen. So folgten, zumindest in der Zeit vor seinem Exil, die Druckfassungen oft den Inszenierungen nach. Erfahrungen, die hier gemacht wurden, konnten dort mit einflieĂen. Brecht experimentierte in der Zeit von 1918 bis 1933 intensiv mit den verschiedenen kĂźnstlerischen MĂśglichkeiten, welche die TheaterbĂźhne bot. Das änderte sich, nachdem Brecht Deutschland hatte verlassen mĂźssen. Von Ausnahmen abgesehen, konnte er nun nur noch âauf Haldeâ produzieren. In dieser sogenannten âzweiten Periodeâ prägte sich Brechts Stil, sein episches Theater. Umarbeitungen an den StĂźcken waren an der Tagesordnung. Sich ändernde politische Umstände flossen, durch den Autor reflektiert, in die StĂźcke ein. Als Beispiel mag hier die amerikanische Fassung des Leben des Galilei gelten, in der sich sowohl die Sprach- und BĂźhnenkompetenz des Hauptdarstellers Charles Laughton wiederfand, als auch Brechts ErschĂźtterung Ăźber die amerikanischen AtombombenabwĂźrfe im Zweiten Weltkrieg, die zu einer Verschiebung des Aussageschwerpunktes hin zur Frage der persĂśnlichen Verantwortung des Wissenschaftlers vor der Gesellschaft fĂźhrte. Als Brecht nach dem Krieg nach Europa zurĂźckgekehrt war, bildete die direkte Theaterarbeit â auch die Bearbeitung von StĂźcken anderer Autoren â den Schwerpunkt seiner Tätigkeit.
Brecht verfasste 48 Dramen und etwa 50 Dramenfragmente, von den Fragmenten gelten sieben als spielbar. Abgesehen von kleineren Arbeiten, war Baal Brechts erstes StĂźck, dem 1919 mit Trommeln in der Nacht ein deutlich gesellschaftskritischeres Drama folgte. Sein grĂśĂter Erfolg, die Dreigroschenoper, fällt in das Jahr 1928, er wäre ohne die Musik Kurt Weills nicht mĂśglich gewesen. 1930 verursachte das StĂźck Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny einen der grĂśĂten deutschen Theaterskandale, als es in Leipzig zu tumultartigen Szenen kam, die wohl von politischen Gegnern unter den Zuschauern provoziert wurden. Brechts Opern und seine LehrstĂźcke gelten als avantgardistisch, während seine Exildramen den klassischen Rahmen des âTheater[s] als Institutionâcite-ref-91[91] nicht verlassen.
Brecht brauchte fĂźr das StĂźckeschreiben nach Auskunft von Elisabeth Hauptmann ein âlebendiges GegenĂźber, einen intellektuellen Mitspielerâ.cite-ref-92[92] Auch Brechts SchĂźler Manfred Wekwerth wusste, dass der Dichter dort besonders produktiv war, wo er bereits etwas vorfand, das er ändern, berichtigen, umgestalten konnte. Nicht allein aufs Machen, aufs Andersmachen kam es ihm an.cite-ref-93[93] Kooperative Arbeitsweise und die enge Zusammenarbeit mit SchĂźlern waren bei Brecht Ăźblich, wobei er die dominierende Person war. Um diesen Arbeitsstil Brechts rankten sich nach seinem Tod etliche Legenden. Zum anderen bedachte Brecht alle MĂśglichkeiten, die das moderne Theater bot, und bezog sie in die Ausgestaltung seiner StĂźcke ein. Auch hierbei war er auf die Mithilfe der entsprechenden Spezialisten angewiesen.
Gedichte
In seinem vielzitierten Aufsatz Kurzer Bericht Ăźber 400 (vierhundert) junge Lyriker aus dem Jahr 1927 erläuterte Brecht seine Auffassung vom âGebrauchswertâ, den ein Gedicht haben mĂźsse. â[âŚ] werden solche âreinâ lyrischen Produkte Ăźberschätzt. Sie entfernen sich einfach zu weit von der ursprĂźnglichen Geste der Mitteilung eines Gedankens oder einer auch fĂźr Fremde vorteilhaften Empfindungâ.cite-ref-94[94] Dies und der dokumentarische Wert, den er einem Gedicht zubilligte, lässt sich durch sein gesamtes lyrisches Schaffen verfolgen. Dieses war auĂerordentlich umfangreich, in der GroĂen kommentierten Berliner und Frankfurter Ausgabe finden sich etwa 2300 Gedichte, einige davon in verschiedenen Versionen. Es war fĂźr Brecht offenbar tiefes BedĂźrfnis, jeden Eindruck, jedes wesentliche Ereignis, ja jeden Gedanken in Gedichtform zu reflektieren. Noch kurz vor seinem Tode entstanden etwa zwanzig neue Gedichte.cite-ref-95[95] Auch die Form ist auĂerordentlich vielgestaltig, sie reicht von ungereimtem Text Ăźber Paarreime zu klassischen Hexametern.
Da viele Gedichte Brechts als Reaktion auf Ereignisse in der AuĂenwelt, also im Zusammenhang mit konkreten Gelegenheiten entstanden, erschlieĂen sie sich dem Leser oft dann, wenn er sie auch so auffasst, als Gelegenheitsgedichte im Wortsinn.cite-ref-96[96] Die âGelegenheitsbezogenheitâ lässt sich sowohl in Brechts Liebeslyrik als auch in seinen politischen Dichtungen nachweisen. Letztere entstanden häufig aus konkreten Anfragen oder auf Bitte aus antifaschistischen Kreisen (siehe auch Einheitsfrontlied) hin.
Wenn auch die moderne Forschung davon ausgeht, dass Brecht beim grĂśĂten Teil seiner Gedichte die alleinige Autorenschaft zukommt, gab es dennoch Zusammenarbeit mit anderen KĂźnstlern, insbesondere mit Komponisten, die ihren Niederschlag in den Werken fand. Brecht hat der Vertonung seiner Gedichte immer einen hohen Stellenwert beigemessen, viele sind direkt als Lieder entstanden. Man geht davon aus, dass es zu etwa 1000 Texten eine Musik gibt oder gegeben hat.cite-ref-97[97] Brecht arbeitete dabei unter anderen mit Franz S. Bruinier, Hanns Eisler, GĂźnter Kochan, Kurt Weill und Paul Dessau zusammen.
Seine ersten Gedichte verÜffentlichte Brecht 1913 in der Schßlerzeitschrift Die Ernte. Als erste bedeutende Publikationen gelten Bertolt Brechts Hauspostille (1927 beim Propyläen-Verlag erschienen) und Die Songs der Dreigroschenoper (1928). Im Exil wurden die Sammlungen Lieder Gedichte ChÜre (1934 in Paris mit Notenanhang nach Hanns Eisler) und Svendborger Gedichte (1939 in London als Vorabdruck, Herausgeberin Ruth Berlau) verlegt. Nach dem Krieg gab es neben anderen 1951 die Anthologie Hundert Gedichte und 1955 wurde die Kriegsfibel verlegt. Die Buckower Elegien wurden dagegen nur einzeln, zum Beispiel in Versuche 12/54, verÜffentlicht.
Es gilt als wahrscheinlich, dass immer noch unbekannte Gedichte Brechts aufgefunden werden kĂśnnen, da von einigen lediglich die Titel bekannt sind.cite-ref-98[98] 2002 wurde in Berlin auf einer Internationalen Messe fĂźr Autografen, BĂźcher und Grafik ein bisher unverĂśffentlichtes handschriftliches Gedicht mit dem Titel Der Totenpflug zum Kauf angeboten.cite-ref-99[99]
Brechts Gedichte wurden in zahlreiche Sprachen Ăźbersetzt. Bekannte Ăbersetzer im englischsprachigen Raum sind beispielsweise Eric Bentley, John Willett und Ralph Manheim. Im spanischsprachigen Raum ist Miguel SĂĄenz besonders bedeutsam.
LehrstĂźcke
Der Begriff LehrstĂźck wird heute synonym fĂźr Lehrbeispiel benutzt, seine Herkunft aus dem Gebiet der Gebrauchskunst ist weitgehend unbekannt. Er taucht bei Brecht sporadisch und an nicht exponierten Stellen etwa ab 1926 auf.
Es wird davon ausgegangen, dass er den Begriff nicht von Anfang an als Klassifikationsbegriff benutzte. Als Typus entwickelten sich die LehrstĂźcke etwa ab 1929 im Zusammenhang mit dem Musikfest in Baden-Baden, Brecht selbst rechnete sechs seiner Werke dazu.cite-ref-100[100] Wichtige erste Beispiele sind die Radiokantate Der Lindberghflug und LehrstĂźck als âGemeinschaftsmusikâ. Bei der âGemeinschaftsmusikâ bekam das Publikum die Funktion eines Chores und sollte an bestimmten Stellen des StĂźcks mitsingen. Ab 1930 benutzte Brecht dann âLehrstĂźckâ auch im Sinne einer Genrebezeichnung. Das neue Genre wurde kontrovers diskutiert, so endete die UrauffĂźhrung von LehrstĂźck in Baden-Baden mit einem Skandal, allerdings wurde der Ansatz, Kunst in Gemeinschaft und im Zusammenwirken vieler Menschen aktiv auszuĂźben, als avantgardistisch bewertet. Brechts Intentionen gingen weit darĂźber hinaus. So sollte sich aus Gemeinschafts- und Gebrauchskunst heraus eine politisch ausgerichtete Kollektivität entwickeln.
Etwa ab 1930 erlebte das Genre einen kurzen Aufschwung, als auch Schulprojekte einbezogen wurden, wobei immer das kollektive Ăben, nicht die eventuelle AuffĂźhrung im Mittelpunkt stand. Die Ăbergänge zu anderen Genres wie Schuloper waren dabei nicht klar abgegrenzt. 1930 wurde mit Der Jasager erstmals im 20. Jahrhundert eine Schuloper unter Beteiligung vieler Berliner SchĂźler uraufgefĂźhrt. Sie war sehr erfolgreich und Brecht griff sofort Hinweise der SchĂźler auf, um das Werk zu Ăźberarbeiten. Hieraus entstand später Der Neinsager.
Brecht hat sein Interesse an den Lehrstßcken weder im Exil noch später in der DDR verloren. Da sie sich aber weder dazu eigneten, auf Halde produziert zu werden, noch in der Nachkriegs-DDR die Voraussetzungen gegeben waren, sie wieder zu etablieren, räumte er anderen Aufgaben Priorität ein. Es gab 1953 noch einen Projektentwurf Die neue Sonne als Lehrstßck, das mit den Ereignissen des 17. Juni im Zusammenhang stand, aber nicht realisiert wurde.cite-ref-101[101]
Filme und DrehbĂźcher
In Brechts Nachlass finden sich Ideen, Skizzen, DrehbĂźcher zu Filmen in groĂer Anzahl, umgesetzt wurden davon nur sehr wenige.
Etwa ab 1920 begann Brecht, sich fĂźr Filmprojekte zu interessieren. Es waren dies zunächst EntwĂźrfe fĂźr Werbefilmchen, DrehbĂźcher fĂźr Detektivgeschichten, eine Art verfremdete Robinsonade. 1923 entstand der Kurzfilm (ca. 32 Minuten) Mysterien eines Frisiersalons, eine Aneinanderreihung skurriler Szenen, zu dem Brecht das Drehbuch geschrieben haben soll (der Film galt lange als verschollen und wurde erst 1974 wiederaufgefunden und aufwändig rekonstruiert). Ein Vertrag, den Brecht 1930 mit der Nero-Film AG Ăźber die Verfilmung der Dreigroschenoper geschlossen hatte, wurde durch diese gekĂźndigt und der Film wurde ohne die Mitarbeit Brechts fertiggestellt. Der erste Film, in dem er weitgehend seine Ideen umsetzen konnte, war der 1931 entstandene Film Kuhle Wampe oder: Wem gehĂśrt die Welt?. Das Drehbuch hierzu schrieb er gemeinsam mit Slatan Dudow und Ernst Ottwalt. Um den Film gab es mehrere Zensurverfahren, ab 1933 durfte er nicht mehr gezeigt werden. Im US-amerikanischen Exil schrieb Brecht zunächst erfolglos zahlreiche Filmtexte. In seinem Journal notierte er 1942: âZum erstenmal seit zehn Jahren arbeite ich nichts Ordentlichesâ. Dies änderte sich, als er 1942 gemeinsam mit Fritz Lang das Konzept zu dem Film, der später unter dem Titel Hangmen Also Die in die Kinos kam, entwickelte. Der groĂe Anteil Brechts an dem Filmwerk wurde erst nach 1998 richtig bewertet, als seine Verträge mit Lang aufgefunden wurden. Nach seiner RĂźckkehr aus dem Exil konzentrierte sich Brecht auf die Verfilmung vorhandener Werke. 1955 scheiterte nach vielen Querelen der Plan, das StĂźck Mutter Courage bei der DEFA zu verfilmen und die Verfilmung seines StĂźcks Herr Puntila und sein Knecht Matti durch die Ăśsterreichische Wien-Film hielt er fĂźr missraten.cite-ref-102[102] Weitere Versuche Brechts, bei der DEFA seine Vorstellungen durchzusetzen, waren nicht erfolgreich.
Rezeption
Diverse StĂźcke von Brecht wurden bereits zur Zeit der Weimarer Republik abgelehnt wie etwa Die heilige Johanna der SchlachthĂśfe. Der Film Kuhle Wampe oder: Wem gehĂśrt die Welt? wurde stark zensiert. Brechts eindeutige politische Positionierung Ăźberlagerte die Bewertung seines kĂźnstlerischen Schaffens, und dies auch Ăźber seinen Tod hinaus. Während er bei den Nationalsozialisten schon 1933cite-ref-103[103] auf eine schwarze Liste kam, wurde er in der DDR als bĂźrgerlicher Intellektueller, der den Weg zum Kommunismus gefunden habe, kanonisiert. Dabei ordnete sich Brecht keinesfalls den offiziellen Kunst- und Kultur-Leitlinien der SED unter; in den Auseinandersetzungen mit den Funktionären suchte er allerdings auch immer nach Kompromissen. Zu dem Sonderheft, das die in der DDR erscheinende Literaturzeitschrift Sinn und Form 1949 Ăźber ihn herausgab,cite-ref-104[104] sagte Brecht: âEs ist eigentlich die erste Publikation, die mich mit den Deutschen zusammenbringt, meine eigenen BemĂźhungen abgerechnet.â Ein zweites Sinn und Form-Sonderheft erschien 1957 nach seinem Tod.cite-ref-105[105]
Friedrich Torberg setzte zusammen mit Hans Weigel in Ăsterreich einen Boykott gegen die AuffĂźhrung der Werke von Bertolt Brecht an den Wiener BĂźhnen durch, der bis 1963 anhielt (Wiener Brecht-Boykott).
In der Bundesrepublik Deutschland hingegen versuchte man lange Zeit, das linkspolitische Engagement Brechts auszublenden, und konnte so seine StĂźcke, Ăźberwiegend die aus dem Exil, weitgehend unaufgeregt nach zeitlosen Fragestellungen durchforsten. Brechts ĂuĂerungen zu aktuellen politischen Ereignissen fĂźhrten aber auch zu mehreren Boykotts seiner StĂźcke in der Bundesrepublik. Erst in den 1980er Jahren begann die Forschung, das Avantgardistische in Brechts Schaffen, seinen Opern und LehrstĂźcken, aber auch in seinen theoretischen Schriften herauszuarbeiten. Nach der Deutschen Wiedervereinigung etablierte sich auch ein eher sachbezogener Umgang mit seinem Ĺuvre.
Im Zuge der UmbrĂźche der 1960er Jahre wurde Brecht auch von unorthodoxen Linken kritisiert: GĂźnter Grass wirft in seinem StĂźck Die Plebejer proben den Aufstand Brecht, der als âder Chefâ in dem StĂźck unschwer zu erkennen ist, vor, am Gelingen der Revolte der Plebejer auf der BĂźhne mehr interessiert gewesen zu sein als am realen Aufstand der Arbeiter am 17. Juni. Zugleich zeigt das StĂźck die Manipulierbarkeit der Massen auf (bei Grass: durch Brecht selbst, der entgegen seiner offiziellen Programmatik ständig mit Suggestionen arbeite, die Menschen also nicht zum Selbstdenken in der Tradition der Aufklärung bringe).
Friedrich DĂźrrenmatt kritisiert Brechts Dramaturgie mit den Worten: âBrecht denkt unerbittlich, weil er an vieles unerbittlich nicht denkt.âcite-ref-106[106]cite-ref-107[107]
Brecht ab dem Ende des 20. Jahrhunderts
Bertolt Brechts Nachlass
Von herausragender Bedeutung fĂźr die Brecht-Forschung ist sein Nachlass. Der gesamte heute existierende Nachlass ist einer der umfangreichsten literarischen Nachlässe in deutscher Sprache. Er enthält mehr als 500.000 Brecht-Dokumente, darunter 200.000 Handschriften und Manuskripte und gehĂśrt als Dauerleihgabe zum Archiv der Akademie der KĂźnste in Berlin. Die Brecht-Bestände werden im Bertolt-Brecht-Archiv der Akademie im Brecht-Haus ChausseestraĂe 125 (10115 Berlin) aufbewahrt. Der Brecht-Nachlass setzt sich aus dem von seiner Frau Helene Weigel am 1. Dezember 1956 als Privat-Archiv gegrĂźndeten Bertolt-Brecht-Archiv sowie verschiedenen Sammlungsteilen der Brecht Sammlung Renata Mertens-Bertozzi und der Brecht-Sammlung Victor N. Cohen und der Brecht-Sammlung der damaligen Ost-Berliner Akademie der KĂźnste zusammen: Zwei Jahre nach dem Tod von Helene Weigel hatte die Ost-Berliner Akademie der KĂźnste das Berliner Privat-Archiv 1973 mit den bereits in der Akademie existierenden Brecht-Sammlungen zusammengefĂźhrt. 1992 sind diese Originale der Akademie der KĂźnste als Dauerleihgabe Ăźbertragen worden. Die Brecht-Sammlung Renata Mertens-Bertozzi und die Brecht-Sammlung Victor N. Cohen wurden erst 2004 beziehungsweise 2006 erworben.
Barbara Brecht-Schall, Tochter von Helene Weigel und Bertolt Brecht, war seine Haupterbin und Verwalterin des Nachlasses. Sie starb am 31. August 2015.cite-ref-108[108]
Brecht-Gedenkstätten
Die zu Brechts 80. Geburtstag am 10. Februar 1978 erĂśffnete und heute zur Akademie der KĂźnste gehĂśrende Brecht-Weigel-Gedenkstätte befindet sich im Hof des Brecht-Hauses ChausseestraĂe 125 (10115 Berlin), direkt neben dem Dorotheenstädtischen Friedhof gelegen, auf dem Bertolt Brecht und seine Frau Helene Weigel bestattet liegen. In der ChausseestraĂe 125 (Hinterhaus, 1. Etage) lebte Bertolt Brecht von Oktober 1953 bis zu seinem Tod am 14. August 1956. Helene Weigel wohnte während dieser Zeit in der zweiten Etage und zog 1957 ins Erdgeschoss, wo sie bis zu ihrem Tod am 6. Mai 1971 wohnte. Die Wohnungen sind grĂśĂtenteils im Originalzustand erhalten geblieben. Neben Brechts Nachlass befindet sich dort auch das Helene-Weigel-Archiv.
In Brechts Geburtshaus in Augsburg befindet sich seit 1990 ebenfalls die Gedenkstätte âBrechthausâ. In dieser Stadt gibt es zahlreiche AnknĂźpfungspunkte zu Brechts Biographie und Werk; hier wird auch regelmäĂig das Brecht-Festival veranstaltet (ab 1995 alle drei Jahre, seit 2006 jährlich). Mit Blick auf den ambivalenten Umgang Augsburgs mit Brecht spricht der Kulturjournalist Ralf Hutter von einer âRĂźckkehr des verlorenen Sohnesâ.cite-ref-109[109]
Das Haus in Svendborg, in dem sich Brecht auf seiner Flucht in Dänemark aufhielt, wird vom dortigen Brechtverein unter dem Namen âBrechts husâ als KĂźnstler- und Forscherwohnung zur VerfĂźgung gestellt.
Auch in Buckow in der Märkischen Schweiz, unweit von Berlin, befindet sich eine Gedenkstätte: Das Brecht-Weigel-Haus ist teilweise Üffentlich zugänglich und erinnert mit Ausstellungen und Veranstaltungen an den Autor der Buckower Elegien.
Erben
Als Helene Weigel 1971 starb, traten Brechts Kinder Stefan Brecht, Hanne Hiob und Barbara Brecht-Schall in die Wahrnehmung der Rechte an Brechts Werk ein. Nach dem deutschen Urheberrecht laufen diese im Jahr 2027 aus.cite-ref-110[110] Stefan Brecht war der Erbenbevollmächtigte, der sich gleichzeitig um die Rechtevergabe im englischsprachigen Raum kĂźmmerte. Barbara Brecht-Schall Ăźbernahm die gleichen Aufgaben fĂźr den deutschsprachigen Raum, Hanne Hiob wurde ein Beratungsrecht eingeräumt. Nach eigenem Bekunden lag den Erben besonders die Werktreue und Einhaltung der Tendenz der StĂźcke am Herzen, direkten Einfluss auf die kĂźnstlerische Ausgestaltung der Inszenierungen wollten sie dagegen nicht nehmen. Konfrontationen zwischen den Rechteinhabern und den Theaterverantwortlichen waren die Ausnahme, wie im Jahr 1981, als die AuffĂźhrung einer Inszenierung des StĂźcks Der gute Mensch von Sezuan des Regisseurs HansgĂźnther Heyme untersagt wurde. Daneben achteten die Erben auch auf Publikationen Ăźber den Vater, dessen Tätigkeit und die Familie. Als John Fuegi 1994 seine Biografie The life and lies of Bertolt Brecht verĂśffentlichte, gab es zahlreiche Auseinandersetzungen zwischen dem Autor und den Brecht-Erben.cite-ref-111[111] Barbara Brecht-Schall âuntersagte zuletzt eine weitere AuffĂźhrung von Brechts StĂźck âBaalâ in der Regie von Frank Castorf am MĂźnchner Residenztheater wegen Eingriffen in den Originaltextâ.cite-ref-112[112]
Umfrage zur Bekanntheit
âDer grĂśĂte Dramatiker des 20. Jahrhundertsâ, so Marcel Reich-Ranicki Ăźber ihn, sei (inzwischen) in Deutschland, statistisch gesehen, wenig bekannt, entsprechend der Interpretation einer repräsentativen Studie (vom Literaturmagazin âbĂźcherâ beim Gewis-Institut) zum 50. Todestag im Jahr 2006. 55 Prozent hatten nur in der Schulzeit Kontakt mit Brechts Werk, in diesem oder im vorigen Jahr haben nur zwei Prozent etwas davon gelesen. 42 Prozent der BundesbĂźrger haben das noch nie oder erinnern sich nicht daran. Auch Brechts Biographie ist den meisten Deutschen unbekannt. Dass er das Berliner Ensemble grĂźndete, wissen acht Prozent. Drei Prozent denken irrtĂźmlich an die Berliner SchaubĂźhne, die Ăźbrigen 89 Prozent haben keine Vorstellung, welches Theater Brecht gegrĂźndet haben kĂśnnte (1084 Frauen und Männer zwischen 16 und 65 Jahren wurden befragt).cite-ref-113[113]
Der Suhrkamp-Verlag erwiderte: âWelcher deutsche Autor wird heute noch 300.000-mal im Jahr verkauft? [âŚ] [Zur Umfrage und ihrer Interpretation] ist doch zumindest anzumerken, daĂ die angeblichen Umfragewerte [âŚ] auch genau umgekehrt interpretiert und kommentiert werden kĂśnnen: Immerhin haben nämlich 55 Prozent der Befragten Werke von Brecht in der Schulzeit gelesen. Von welchem Autor, von welcher Autorin kann dies wohl behauptet werden? Ăber 16,5 Millionen BĂźcher von Bertolt Brecht hat der Suhrkamp Verlag bislang verkauft, jährlich kommen durchschnittlich 300.000 Exemplare dazu. Sein Werk ist Ăźbersetzt in Ăźber 50 Sprachen. Und Brecht ist nach wie vor fĂźhrend auf den Spielplänen deutscher Theater.âcite-ref-114[114]
Werke
StĂźcke
| StĂźck | Entstehung | ErstverĂśffentlichung in Druckform | UrauffĂźhrung der ersten Fassung |
|---|---|---|---|
| Die Bibel. Drama in 3 Szenen | 1913 | 1914 in Die Ernte | 8. Februar 2013 Augsburg |
| Baal | 1918 | 1922 | 8. Dezember 1923 Leipzig [ Herk. 1 ] |
| Trommeln in der Nacht | 1919 | 1922 Kiepenheuer | 29. September 1922 MĂźnchen [ Herk. 2 ] |
| Die Hochzeit , auch Die KleinbĂźrgerhochzeit (Einakter) | 1919 | | 11. Dezember 1926 Frankfurt/M [ Herk. 2 ] |
| Er treibt einen Teufel aus (Einakter) | 1919 | 1966 Suhrkamp [ Herk. 2 ] | 3. Oktober 1975 Basel [ Herk. 2 ] |
| Lux in Tenebris (Einakter) | 1919 | | 12. Juni 1969 Essen [ 115 ] |
| Der Bettler oder Der tote Hund (Einakter) | 1919 | | |
| Der Fischzug (Einakter) | 1919 | | |
| Prärie (Opernlibretto) | 1919 | 1989 Suhrkamp, GBA [ Herk. 2 ] | 1994 Rostock |
| Im Dickicht der Städte auch Im Dickicht | 1921 | 1927 Propyläen [ Herk. 2 ] | 9. Mai 1923 Mßnchen [ Herk. 2 ] |
| Leben Eduards des Zweiten von England | 1923 | 1924 Kiepenheuer | 18. März 1924 Mßnchen |
| Hannibal (Fragment) | 1922 | | |
| Mann ist Mann | [1918]â1926 | 1927 Propyläen [ Herk. 1 ] | 25. September 1926 Darmstadt und DĂźsseldorf [ Herk. 1 ] |
| Fatzer (Fragment), auch Untergang des Egoisten Johann Fatzer | 1927â1931 | 1930 Kiepenheuer [ Herk. 1 ] | 1975/1976 Stanford |
| Jae Fleischhacker in Chikago (Fragment) | 1924â1929 | BFA Band 10.1 Suhrkamp 1997 | |
| Mahagonny (Songspiel) | 1927 [ Herk. 2 ] | 1927 [ Herk. 2 ] | 17. Juli 1927 Baden-Baden [ Herk. 2 ] |
| Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (Opernlibretto) | 1927â1929 | 1929 | 9. März 1930 Leipzig [ Herk. 1 ] |
| Berliner Requiem (Kleine Kantate fßr drei Männerstimmen und Blasorchester) | 1928 | 1967 David Drew | 5. Februar 1929 Reichs-Rundfunk-Gesellschaft Berlin |
| Die Dreigroschenoper | 1928 | 1928 | 31. August 1928 Berlin [ Herk. 1 ] |
| Der Ozeanflug , auch Der Lindberghflug, auch Der Flug der Lindberghs | 1928 | 1929 in Uhu [ Herk. 1 ] | 17. Juli 1929 Baden-Baden als Rundfunk-Kantate [ Herk. 1 ] |
| Das Badener Lehrstßck vom Einverständnis , auch Lehrstßck | 1929 | | 1929 Baden-Baden |
| Der Jasager . Der Neinsager (Opernlibretti/LehrstĂźcke [Schuloper]) | 1929â1930 | 1930 | 23. Juli 1930 Berlin [ Herk. 3 ] |
| Die MaĂnahme (LehrstĂźck) | 1930 | 1930 | 13./14. Dezember 1930 Berlin [ Herk. 1 ] |
| Die heilige Johanna der SchlachthĂśfe | 1929 | 1931 | 30. April 1959 Hamburg [ Herk. 3 ] |
| Der Brotladen (Fragment) | 1929â1930 | | 1967 Berlin |
| Die Ausnahme und die Regel (LehrstĂźck) | 1931 | 1937 Moskau [ Herk. 4 ] | 1. Mai 1938 Givath Chajim [ Herk. 4 ] |
| Die Mutter | 1931 | 1933 | 17. Januar 1932 Berlin [ Herk. 2 ] |
| Die RundkĂśpfe und die SpitzkĂśpfe | 1932â1936 | 1932 | 4. November 1936 Kopenhagen [ Herk. 2 ] |
| Die sieben TodsĂźnden , auch Die sieben TodsĂźnden der KleinbĂźrger (Ballettlibretto) | 1933 | | 7. Juni 1933 Paris [ Herk. 2 ] |
| Safety first | 1934 | | |
| Das wirkliche Leben des Jakob Gehherda (Fragment) | 1935? | | |
| Die Horatier und die Kuriatier (LehrstĂźck) | 1935 | 1936 Moskau | 26. April 1958 Halle/S [ Herk. 4 ] |
| Die Gewehre der Frau Carrar | 1936â1937 | 1937 London | 16. Oktober 1937 Paris [ Herk. 2 ] |
| Goliath (Fragment â Opernlibretto) | 1937 | | |
| Furcht und Elend des Dritten Reiches | 1937â1938 | 1938 Moskau [ Herk. 1 ] | 21. Mai 1938 Paris [ Herk. 2 ] |
| Leben des Galilei | 1938â1939 | 1948 Suhrkamp [ Herk. 1 ] | 9. September 1943 ZĂźrich [ Herk. 2 ] |
| Dansen (Einakter) | 1939? | | |
| Was kostet das Eisen? (Einakter) | 1939 | | 14. August 1939 Tollare bei Stockholm [ Herk. 5 ] |
| Mutter Courage und ihre Kinder | 1939 | 1941 | 19. April 1941 ZĂźrich [ Herk. 2 ] |
| Das VerhÜr des Lukullus (HÜrspiel), später Die Verurteilung des Lukullus (Opernlibretto) | 1939 | 1940 Moskau | 1940 Sender Beromßnster (Oper 19.3/12. Oktober 1951 Berlin) [ Herk. 2 ] |
| Der gute Mensch von Sezuan | 1939 | 1953 | 4. Februar 1943 ZĂźrich [ Herk. 2 ] |
| Herr Puntila und sein Knecht Matti | 1940 | 1948? 1950 in Versuche [ Herk. 4 ] | 5. Juni 1948 ZĂźrich [ Herk. 4 ] |
| Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui | 1941 | 1957 | 10. November 1958 Stuttgart [ Herk. 1 ] |
| Die Gesichte der Simone Machard auch Die Stimmen (siehe Lion Feuchtwanger Simone ) | 1941 | 1956 Sinn und Form | 8. März 1957 Frankfurt/M [ Herk. 4 ] |
| Schweyk im Zweiten Weltkrieg | 1943 | 1947 in Ulenspiegel [ Herk. 1 ] | 17. Januar 1957 Warschau [ Herk. 1 ] |
| The Duchess of Malfi (Nach John Webster ) | 1943 | | 15. Oktober 1946 New York [ Herk. 5 ] |
| Der kaukasische Kreidekreis | 1944 | 1949 Sinn und Form | [Mai 1948 USA n. a.] 23. Mai 1951 GĂśteborg [ Herk. 4 ] |
| Bearbeitung Sophokles â Antigone | 1947 | | 15. Februar 1948 Chur [ Herk. 2 ] |
| Die Tage der Commune | 1949 | 1957 | 1956 Karl-Marx-Stadt |
| Bearbeitung Jakob Michael Reinhold Lenz â Der Hofmeister | 1949 | 1951 | 15. April 1950 Berlin [ Herk. 1 ] |
| Bearbeitung Gerhart Hauptmann â Biberpelz und roter Hahn | 1950 | | 24. März 1951 Berlin [ Herk. 5 ] |
| Bearbeitung William Shakespeare â Coriolanus | 1951â1955 | 1959 Suhrkamp [ Herk. 1 ] | 22. September 1962 Frankfurt/M [ Herk. 4 ] |
| Bearbeitung Anna Seghers â Der Prozess der Jeanne dâArc in Rouen 1431 [ 116 ] | 1952 | | 1952 Berlin |
| Turandot oder Der KongreĂ der WeiĂwäscher | 1953 | 1967 | 5. Februar 1969 ZĂźrich [ Herk. 1 ] |
| Bearbeitung Molière â Don Juan | 1952 | | 1952 Rostock |
| Pauken und Trompeten (nach George Farquhar ) | 1954 | 1959 Suhrkamp [ Herk. 4 ] | 19. September 1955 [ Herk. 4 ] |
Herkunft der Daten:
⢠Soweit nicht anders angegeben, ist Jan Knopfs Brecht-Handbuch 2001 Quelle fßr die Daten.
cite-note-herk4-1151. Werner Hecht (Hrsg.): Alles was Brecht ist ⌠Fakten â Kommentare â Meinungen â Bilder. Frankfurt am Main 1997.
cite-note-herk-1162. Bertolt Brecht: GroĂe kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe. Suhrkamp 1988â1999.
cite-note-herk2-1183. Bertolt Brecht: Ausgewählte Werke in 6 Bänden. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1997.
cite-note-herk3-1194. Ana Kugli, Michael Opitz (Hrsg.): Brecht Lexikon. Stuttgart/Weimar 2006.
cite-note-herk5-1205. Werner Hecht: Brecht Chronik 1998â1956. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1998.
Die Jahreszahl der Entstehung ist nur als Anhaltspunkt zu verstehen, da Brecht die meisten seiner StĂźcke mehrfach umgearbeitet hat. In der Forschung umstrittene Daten sind mit Fragezeichen gekennzeichnet.
Lyrik
Gedichtsammlungen
| Lfd. Nr. | Gedichtsammlung | Anzahl der Gedichte | Entstehung | Erstdruck | Neuordnung |
|---|---|---|---|---|---|
| 0 1. | Lieder zur Klampfe von Bert Brecht und seinen Freunden | 7 (8) | 1918 | 1988 GBA | |
| 0 2. | Psalmen | 19 (23) | 1920 | 1960 | 1922 |
| 0 3. | Bertolt Brechts Hauspostille | 48 (52) | 1916â1925 | 1926 Kiepenheuer PD | 1937, 1956 |
| 0 4. | Die Augsburger Sonette | 13 | 1925â1927 | 1982 | |
| 0 5. | Die Songs der Dreigroschenoper | 17 (20) | 1924â1928 | 1928 Kiepenheuer | 1937, 1946â1948 |
| 0 6. | Aus dem Lesebuch fĂźr Städtebewohner | 10 (21) | 1926â1927 | 1930 in Versuche | 1938 |
| 0 7. | Geschichten aus der Revolution | 2 | 1929â1931 | 1933 in Versuche | |
| 0 8. | Sonette | 12 (13) | 1932â1934 | 1951, 1960, 1982 | |
| 0 9. | Englische Sonette | 3 | 1934 | | |
| 10. | Lieder Gedichte ChĂśre | 34 (38) | 1918â1933 | 1934 Editions du Carrefour | |
| 11. | Hitler-Choräle | 4 | 1933 | (in Lieder Gedichte ChÜre enthalten) | |
| 12. | Chinesische Gedichte | 15 | 1938â1949 | | |
| 13. | Studien | 8 | 1934â1940 | 1951 in Versuche | |
| 14. | Svendborger Gedichte | 93 (108) | 1934â1938 | 1939 | |
| 15. | Steffinsche Sammlung | 23 (29) | 1939â1940 | 1948 Aufbau | 1942, 1948 |
| 16. | Hollywoodelegien | 9 | 1942 | 1988 GBA | |
| 17. | Gedichte im Exil | 17 | 1936â1944 | 1988 GBA | 1949, 1951 |
| 18. | Kriegsfibel | 69 (86) | 1940â1945 | 1955 Eulenspiegel | 1944, 1954 |
| 19. | Deutsche Satiren (zweiter Teil) [ 117 ] | 3 | 1945 | 1988 GBA | |
| 20. | Kinderlieder / neue Kinderlieder | 9/8 | 1950 | 1953 Aufbau | 1952 |
| 21. | Buckower Elegien | 23 | 1953 | 1964 | |
| 22. | Gedichte aus dem Messingkauf | 7 | 1935â1952 | 1953 in Versuche | |
| 23. | Gedichte Ăźber die Liebe | 76 | 1917â1956 | 1982 | |
| 24. | Hundert Gedichte. 1918 bis 1950 | 100 | 1918â1950 | 1958 [ 118 ] [ 119 ] | |
Herkunft der Daten: Bertolt Brecht: GroĂe kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe. Suhrkamp 1988â1999.
Die Klammerangabe bei der Anzahl der Gedichte summiert auch die Gedichte, die durch Umordnung oder Ergänzung hinzugekommen oder weggefallen sind. Die Jahreszahlen geben an, in welchem Zeitraum die wesentlichen Gedichte der Sammlung geschrieben wurden, es gab teilweise sowohl spätere Ănderungen/Ergänzungen als auch Neuzusammenstellungen unter Verwendung älterer Gedichte durch den Autor.
Ausgewählte Gedichte und Lieder
⢠Alabama Song
⢠Ulm 1592 (Der Schneider von Ulm)
⢠Die LÜsung
⢠Kinderhymnecite-ref-125[120]
⢠Resolution
⢠Solidaritätslied fßr den Film Kuhle Wampe
Ausgewählte Prosa
⢠Bargan läĂt es sein. In: Der Neue Merkur. Monatszeitschrift, MĂźnchen 1921.
⢠Der Augsburger Kreidekreis. In Zeitschrift âInternationale Literaturâ, Moskau 1941.
⢠Die Geschäfte des Herrn Julius Caesar.cite-ref-126[121]
⢠Die Bestie.cite-ref-127[122]
⢠Dreigroschenroman. Verlag Allert de Lange, Amsterdam 1934.cite-ref-128[123]
⢠Flßchtlingsgespräche.cite-ref-129[124]
⢠Kalendergeschichten.
HĂśrspiele
⢠1927: Mann ist Mann â mit Ernst Legal (Funk-Stunde Berlin)
⢠1927: Macbeth von Bertolt Brecht und Alfred Braun nach Shakespeare, Regie: Alfred Braun (Funk-Stunde Berlin)
⢠1928: Kalkutta â 4. Mai von Bertolt Brecht und Lion Feuchtwanger, Regie: Fritz Walter Bischoff (Schlesische Funkstunde Breslau)
⢠1929: Der Flug der Lindberghs von Bertolt Brecht, Komposition: Paul Hindemith / Kurt Weill, Regie: Ernst Hardt (WERAG)
⢠1931: Hamlet von Bertolt Brecht nach Shakespeare, Komposition: Walter Gronostay, Regie: Alfred Braun (Funk-Stunde Berlin)
⢠1932: Die heilige Johanna der SchlachthĂśfe â auch Regie (Funk-Stunde Berlin)
⢠1940: Lukullus vor Gericht von Bertolt Brecht (Radio Beromßnster, Schweiz)
⢠1949: Das VerhÜr des Lukullus von Bertolt Brecht, Komposition: Bernhard Eichhorn, Regie: Harald Braun (BR)
⢠1966: Das VerhĂśr des Lukullus â Regie: Kurt Veth (Deutschlandsender)
⢠1988: Untergang des Egoisten Fatzer â Musik: EinstĂźrzende Neubauten, Regie: Heiner MĂźller (Rundfunk der DDR)cite-ref-130[125]
Fragmente und StĂźckprojekte
Neben den bereits unter StĂźcke aufgefĂźhrten Fragmenten existieren zahlreiche weitere unterschiedlichster Genres, die nachfolgende Auswahl ist alphabetisch:
Alexander und seine Soldaten, Aus nichts wird nichts, BĂźsching [Garbe], Chinesischer Vatermord, Dan Drew, Dante-Revue, David, Der bĂśse Baal der asoziale, Der BrĂźckenbauer, Der grĂźne Garraga, Der Impotente, Der Wagen des Ares, Die Bälge, Die Judith von Shimoda, Die Neandertaler, Eisbrecher Krassin, Galgei, Goliat, GĂśsta Berling, Hans im GlĂźck, Herr Makrok, Leben des Konfutse, Leben des Menschenfreundes Henri Dunant, Leben Einsteins, Mann aus Manhattan, Me-ti. Buch der Wendungen, Oratorium, Park Gogh, Päpstin Johanna, Pluto, Revue, Rosa Luxemburg, Reisen des GlĂźcksgotts, Ruza Forest, Salzburger Totentanz, Sintflut, ĂbungsstĂźcke fĂźr Schauspieler, Kleines Organon fĂźr das Theater,cite-ref-131[126] Lieder Gedichte ChĂśre,cite-ref-132[127] Das VerhĂśr des Lukullus,cite-ref-133[128] Der Dreigroschenromancite-ref-134[129]
Werkausgaben
⢠Gesammelte Werke in 20 Bänden, Schriften zur Politik und Gesellschaft. Werkausgabe Edition Suhrkamp, Frankfurt am Main 1967
⢠Werke in fßnf Bänden. Aufbau-Verlag, Berlin und Weimar 1973, Lizenzausgabe mit Genehmigung des Suhrkamp-Verlages
⢠GroĂe kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe. 30 Bände (in 32 Teilbänden) und ein Registerband. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1988â2000 (Verzeichnis der Bände)
⢠Sämtliche Stßcke in einem Band. Komet, 2002, ISBN 3-89836-302-3.
⢠Die Gedichte in einem Band. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-518-02269-5.
⢠Geschichten vom Herrn Keuner. Zßrcher Fassung. Herausgegeben von Erdmut Wizisla. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-518-41660-X (Enthält erstmals verÜffentlichte Geschichten aus einem Zßrcher Fund im Jahr 2000.)
⢠NotizbĂźcher. Herausgegeben von Martin KĂślbel und Peter Villwock, Suhrkamp, Frankfurt am Main, später Berlin, seit 2010 (âDie Elektronische Edition (EE) ergänzt und fundiert die Buchausgabe.â).
⢠NotizbĂźcher. Band 1: 1918â1920, Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-518-42299-1.
⢠Notizbßcher. Band 2: 1920, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-518-42431-5.
⢠Notizbßcher. Band 3: 1921, Berlin 2017, ISBN 978-3-518-42596-1.
⢠NotizbĂźcher 13â15. Band 4: 1921â1923, Berlin 2019, ISBN 978-3-518-42884-9.
⢠NotizbĂźcher 16â20. Band 5: 1924â1926, Berlin 2021, ISBN 978-3-518-42987-7.
⢠NotizbĂźcher. Band 7: 1927â1930, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-518-41971-7.
⢠Unsere Hoffnung heute ist die KriseÂŤ. Interviews 1926â1956. Herausgegeben von Noah Willumsen, Suhrkamp, Berlin 2023, ISBN 978-3-518-47159-3.
⢠Fßr alle Fälle Brecht. Anthologie in 6 Bänden. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2009.
Philatelistisches
Mit dem Erstausgabetag 2. Februar 2023 gab die Deutsche Post AG anlässlich des 125. Geburtstags von Bertolt Brecht ein Sonderpostwertzeichen im Nennwert von 85 Eurocent heraus. Der Entwurf stammt vom Grafiker Matthias Wittig aus Berlin.cite-ref-135[130]
Siehe auch
Literatur
Theaterwissenschaftliche Abhandlungen
⢠Gßnther Heeg: Klopfzeichen aus dem Mausoleum: Brechtschulung am Berliner Ensemble. Verlag Vorwerk 8, Berlin 2000, ISBN 3-930916-30-4.
Biografien
⢠Gßnter Berg, Wolfgang Jeske: Bertolt Brecht. Sammlung Metzler. Metzler, Stuttgart 1998, ISBN 3-476-10310-2.
⢠John Fuegi: Brecht & Co. Ăbersetzt und berichtigt von Sebastian Wohlfeil. EVA, Hamburg 1997, ISBN 3-434-50067-7.
⢠Werner Hecht: Brecht-Chronik. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-518-40910-7.
⢠Jßrgen Hillesheim: Bertolt Brechts Augsburger Geschichten. Biografische Skizzen und Bilder. Augsburg 2004, ISBN 3-938332-01-8.
⢠JĂźrgen Hillesheim: Bertolt Brecht â Erste Liebe und Krieg. Mit einem bislang unbekannten Text und unverĂśffentlichten Fotos. Augsburg 2008, ISBN 978-3-938332-11-5.
⢠Jßrgen Hillesheim: Lotte Lenya und Bertolt Brecht. Das wilde Leben zweier Aufsteiger. wbg Theiss, Darmstadt 2022, ISBN 978-3-8062-4535-6.
⢠Reinhold Jaretzky: Bertolt Brecht. (= rororo Monographien. Band 50692). Rowohlt, Reinbek 2006, ISBN 3-499-50692-0.
⢠Sabine Kebir: Ein akzeptabler Mann? Streit um Bertolt Brechts Partnerbeziehungen. Der Morgen, Berlin 1987, ISBN 3-371-00091-5.
⢠Sabine Kebir: Ein akzeptabler Mann? Brecht und die Frauen. Pahl-Rugenstein, KÜln 1989, ISBN 3-7609-7028-1; Aufbau Taschenbuch, Berlin 1998, ISBN 3-7466-8028-X.
⢠Marianne Kesting: Bertolt Brecht mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Hamburg 1959; Rowohlt, Reinbek 2003, ISBN 3-499-50037-X.
⢠Jan Knopf: Bertolt Brecht â Lebenskunst in finsteren Zeiten: Biographie. Hanser Verlag, MĂźnchen 2012, ISBN 978-3-446-24001-8.
⢠Jan Knopf: Bertolt Brecht. (= Suhrkamp BasisBiographie. 16). Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-518-18216-1.
⢠Brigitte Marschall: Bertolt Brecht. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz. Band 1, Chronos, ZĂźrich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 264â266.
⢠Werner Mittenzwei: Das Leben des Bertolt Brecht oder Der Umgang mit den Welträtseln. Suhrkamp, Frankfurt 2002, ISBN 3-518-02671-2.
⢠Stephen Parker: Bertolt Brecht: a literary life. Bloomsbury, London u. a. 2014, ISBN 978-1-4081-5562-2.
⢠Deutsche Ăbersetzung von Ulrich Fries und Irmgard MĂźller: Bertolt Brecht: Eine Biographie. Suhrkamp, Berlin 2018, ISBN 978-3-518-42812-2.
⢠Anthony Squiers: An Introduction to the Social and Political Philosophy of Bertolt Brecht: Revolution and Aesthetics. Rodopi, Amsterdam 2014, ISBN 978-90-420-3899-8.
⢠Klaus VÜlker: Bertolt Brecht, Eine Biografie. Rowohlt, Reinbek 1988, ISBN 3-499-12377-0.
Sachliteratur
⢠Bertolt Brecht. In: Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Kindlers Literatur Lexikon. 3., vĂśllig neu bearbeitete Auflage. 18 bde. Metzler, Stuttgart/Weimar 2009, ISBN 978-3-476-04000-8, Bd. 3, S. 92â123.
⢠Louis Althusser: Ăber Brecht und Marx. 1968.
⢠Christine Arendt: Natur und Liebe in der frßhen Lyrik Brechts. Peter Lang, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-631-37813-0.
⢠Hannah Arendt Bertolt Brecht. In: Menschen in finsteren Zeiten. Piper, MĂźnchen 2001, ISBN 3-492-23355-4, S. 237â283. (Auch in: Hannah Arendt: Walter Benjamin â B. B.- Zwei Essays. Piper, MĂźnchen 1971, S. 63â107).
⢠Michael Bienert: Brechts Berlin. Literarische Schauplätze. Verlag fßr Berlin-Brandenburg, Berlin 2018, ISBN 978-3-947215-27-0.
⢠Bernd-Rainer Barth, Andreas KÜlling: Bertolt Brecht. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 1. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.
⢠Wendula Dahle (Hrsg.): Die Geschäfte mit dem armen B. B. Vom geschmähten Kommunisten zum Dichter deutscher Spitzenklasse. VSA-Verlag, Hamburg 2006, ISBN 3-89965-209-6.
⢠Franz-Josef Deiters: âDas Ereignis hat stattgefunden, hier findet die Wiederholung stattâ. Bertolt Brechts Episches Theater. In: Franz-Josef Deiters: Verweltlichung der BĂźhne? Zur Mediologie des Theaters der Moderne. Erich Schmidt Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-503-18813-0, S. 133â169.
⢠Albrecht Dßmling: Lasst euch nicht verfßhren. Brecht und die Musik. Mßnchen 1985, ISBN 3-463-40033-2.
⢠Helmut Fahrenbach: Bertolt Brecht â Philosophie als Verhaltenslehre. Talheimer Verlag, MĂśssingen-Talheim 2018, ISBN 978-3-89376-177-7.
⢠Christoph Gellner: Brecht, Bertolt. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 31, Bautz, Nordhausen 2010, ISBN 978-3-88309-544-8, Sp. 193â208.
⢠Gßnter Grass: Die Plebejer proben den Aufstand. Ein deutsches Trauerspiel. Steidl, GÜttingen 2003, ISBN 3-88243-934-3. (ErstverÜffentlichung 1966)
⢠Werner Hecht: Die Mßhen der Ebenen. Brecht und die DDR. Aufbau Verlag, Berlin, 2014, ISBN 978-3-351-03569-3.
⢠Hans-Christian von Herrmann: Sang der Maschinen. Brechts Medienästhetik. Fink, Mßnchen 1996, ISBN 3-7705-3107-8.
⢠Fritz Hennenberg (Hrsg. u. Kommentar): Brecht-Liederbuch. (= suhrkamp taschenbuch. 1216). Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-518-37716-7 (Auswahl von 121 Liedern mit Noten).
⢠JĂźrgen Hillesheim: Ich muĂ immer dichten. Zur Ăsthetik des jungen Brecht. WĂźrzburg 2005, ISBN 3-8260-3057-5.
⢠Jßrgen Hillesheim: Instinktiv lasse ich hier Abstände ⌠Bertolt Brechts vormarxistisches Episches Theater. KÜnigshausen & Neumann, Wßrzburg 2011, ISBN 978-3-8260-4716-9.
⢠Jßrgen Hillesheim: Ich habe Musik unter meiner Haut ⌠Bach, Mozart und Wagner beim frßhen Brecht. Freiburg 2014, ISBN 978-3-7930-9783-9.
⢠Ulrich Kittstein: Das lyrische Werk Bertolt Brechts. Metzler, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-476-02451-0.
⢠Jan Knopf (Hrsg.): Brecht-Handbuch in fĂźnf Bänden. Metzler, 2001â2003.
⢠Band 1: Stßcke. 2001, ISBN 3-476-01829-6.
⢠Band 2: Gedichte. 2001, ISBN 3-476-01830-X.
⢠Band 3: Prosa, Filme, Drehbßcher. 2002, ISBN 3-476-01831-8.
⢠Band 4: Schriften, Journale, Briefe. 2003, ISBN 3-476-01832-6.
⢠Band 5: Register, Chronik, Materialien. 2003, ISBN 3-476-01833-4.
⢠Dieter Lattmann: Kennen Sie Brecht? Reclam, Stuttgart 1988, ISBN 3-15-008465-2.
⢠Jßrgen Link: Die Struktur des literarischen Symbols. Theoretische Beiträge am Beispiel der späten Lyrik Brechts. Fink, Mßnchen 1975, ISBN 3-7705-1186-7.
⢠Joachim Lucchesi, Ronald K. Shull: Musik bei Brecht. Suhrkamp, Frankfurt 1988, ISBN 3-518-02601-1.
⢠Brigitte Marschall: Bertolt Brecht. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz. Band 1, Chronos, ZĂźrich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 264â266.
⢠Klaus-Detlef MĂźller: Bertolt Brecht: Epoche â Werk â Wirkung. Beck, MĂźnchen 2009, ISBN 978-3-406-59148-8.
⢠Eberhard Rohse: Der frßhe Brecht und die Bibel. Studien zum Augsburger Religionsunterricht und zu den literarischen Versuchen des Gymnasiasten. (= Palaestra. Band 278). Vandenhoeck & Ruprecht, GÜttingen 1983, ISBN 3-525-20550-3.
⢠Eberhard Rohse: Bertolt Brecht 1898â1956. In: Karl-Heinz Habersetzer (Hrsg.): Deutsche Schriftsteller im Porträt. Band 6: Expressionismus und Weimarer Republik (= Beckâsche Schwarze Reihe. Band 292). C. H. Beck Verlag, MĂźnchen 1984, ISBN 3-406-09292-6, S. 34â35.
⢠Rßdiger Sareika (Hrsg.): Anmut sparet nicht noch Mßhe. Zur Wiederentdeckung Bertolt Brechts. Iserlohn 2005, ISBN 3-931845-92-3.
⢠Ralf Schenk: Die gescheiterte Courage â Notizen zur Werkgeschichte eines groĂen Filmprojekts von Bertolt Brecht und Wolfgang Staudte. In: film-dienst. 03/1998.
⢠Ernst Schumacher: Mein Brecht â Erinnerungen. Henschel, Berlin 2006, ISBN 3-89487-534-8.cite-ref-136[131]
⢠Ulrich Stadler: Brecht, Bertolt. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
⢠Frank Thomsen, Hans-Harald Mßller, Tom Kindt: Ungeheuer Brecht. Eine Biographie seines Werks. GÜttingen 2006, ISBN 3-525-20846-4.
⢠Ditte von Arnim: Brechts letzte Liebe. Das Leben der Isot Kilian. Transit Buchverlag, Berlin 2006, ISBN 3-88747-215-2.
⢠Werner Wßthrich: Die 'Antigone' des Bertolt Brecht. Eine experimentelle Theaterarbeit, Chur 1948. Chronos Verlag 2015, ISBN 978-3-0340-1253-9.
⢠Werner Wßthrich: 1948. Brechts Zßrcher Schicksalsjahr. Chronos, 2006, ISBN 3-0340-0812-0.
⢠Werner Wßthrich: Bertolt Brecht und die Schweiz. Chronos, 2003, ISBN 3-0340-0564-4.
⢠Bertolt Brecht. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. 23â24/2006 (online; PDF; 3,0 MB).
⢠Brecht/LukĂĄcs/Benjamin â Fragen der marxistischen Theorie. In: Das Argument. Nr. 46, 1968 (PDF).
Filmwerke
Unter Mitwirkung Brechts
⢠1923: Mysterien eines Frisiersalons (am Drehbuch und an der Regie beteiligt)
⢠1932: Kuhle Wampe oder: Wem gehÜrt die Welt? (am Drehbuch beteiligt)
⢠1942: Auch Henker sterben (Hangmen also die) (am Drehbuch und Manuskript beteiligt)
⢠1955: Herr Puntila und sein Knecht Matti (am Drehbuch beteiligt)
⢠1955: Mutter Courage und ihre Kinder (am Drehbuch beteiligt, Dreharbeiten wurden abgebrochen)
Fernsehaufzeichnungen und Verfilmungen (Auswahl)
⢠1942: Die MÜrder machen sich auf den Weg (nach Furcht und Elend des Dritten Reiches,) Regie: Wsewolod Pudowkin, UdSSR
⢠1957: Mutter Courage und ihre Kinder Theateraufzeichnung, Regie: Bertolt Brecht und Erich Engel (Deutscher Fernsehfunk)
⢠1961: Mutter Courage und ihre Kinder Theateraufzeichnung, Regie: Manfred Wekwerth und Peter Palitzsch (DEFA)
⢠1972: Geschichtsunterricht (nach Die Geschäfte des Herrn Julius Cäsar,) Regie: Jean-Marie Straub und Danièle Huillet, deutsch-franzÜsische Ko-Produktion
⢠1974: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui (Theateraufzeichnung)
⢠1979: Die Rache des Kapitäns Mitchell (nach Safety first (1934)), Regie: Christa Mßhl
Ăber Brecht (Auswahl)
⢠1998: Hundert Jahre Brecht. Dokumentarfilm, Deutschland, USA, Schweiz, Frankreich, 103 Min., Regie: Ottokar Runze, Drehbuch: Ottokar Runze & Hanne Hiob, Musik: Kurt Weill, Hanns Eisler & Paul Dessau, Erstausstrahlung: 26. August 1998, ARDcite-ref-137[132]
⢠1999: Abschied. Brechts letzter Sommer. Spielfilm, Deutschland, Polen, 90 Min., Regie: Jan Schßtte, Drehbuch: Klaus Pohl, Musik: John Cale, Erstausstrahlung: ARD u. a. mit Josef Bierbichler als Bertolt Brecht, Monica Bleibtreu als Helene Weigel
⢠2006: Brecht â Die Kunst, zu leben. Dokumentation, Deutschland, 90 Min., Buch und Regie: Joachim Lang, Produktion: MDRcite-ref-138[133]
⢠2006: Brecht-Gala: Ungeheuer oben! Eine Hommage an Bertolt Brecht aus Anlass seines 50. Todestages im Berliner Ensemble, 150 Min., Regie: Claus Peymann (Theater)/Joachim Lang (SWR), Produktion: SWR, RBB, Erstausstrahlung: ARD, 13. August,cite-ref-139[134]
⢠2006: Das Literarische Quartett. Zum 50. Todestag von Bertolt Brecht, mit Marcel Reich-Ranicki, Hellmuth Karasek, Iris Radisch und Peter Rßhmkorf als Gast, Produktion: ZDF, Erstausstrahlung: 11. Augustcite-ref-140[135]
⢠2019: Brecht, zweiteiliger Fernsehfilm (Dokudrama und Biopic), Deutschland/Ăsterreich/Tschechien, 187 Min., Regie und Drehbuch: Heinrich Breloer; mit Tom Schilling im ersten Teil als Darsteller des jĂźngeren Brecht (bis in die 1930er Jahre) und Burghart KlauĂner im zweiten Teil in der Rolle des älteren Brecht (ab den 1940er Jahren); sowie Lou Strenger als jĂźngere und Adele Neuhauser als ältere Helene Weigel
Brecht als literarische Figur
⢠Lion Feuchtwanger: Erfolg: Drei Jahre Geschichte einer Provinz. (1930). Aufbau Taschenbuch, Berlin 2008, ISBN 978-3-436-02168-9.
⢠Marieluise FleiĂer: Avantgarde. (1962). In: FleiĂer: Gesammelte Werke. Bd. 3. Hrsg. v. GĂźnther RĂźhle. Suhrkamp, Berlin 1983, ISBN 3-518-38777-4, S. 117â168.
⢠Gßnter Grass: Die Plebejer proben den Aufstand. (1966). Luchterhand, Mßnchen 1989, ISBN 3-630-86702-2.
⢠Peter Weiss: Die Ăsthetik des Widerstands. (1975â1981). Hrsg. v. JĂźrgen Schutte, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-518-42551-0.
⢠Robert Cohen: Exil der frechen Frauen. Rotbuch Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-293-20874-2.
Weblinks
Commons
: Bertolt Brecht
â Album mit Bildern
Wikiquote: Bertolt Brecht
â Zitate
⢠Literatur von und ßber Bertolt Brecht im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Werke von und ßber Bertolt Brecht in der Deutschen Digitalen Bibliothek
⢠Kurzbiografie und Rezensionen zu Werken von Bertolt Brecht bei Perlentaucher
⢠Kai-Britt Albrecht, Lutz Walther: Bertolt Brecht. Tabellarischer Lebenslauf im Lebendigen Museum Online (LeMO)
⢠Bertolt Brecht in der Internet Movie Database
⢠Bertolt-Brecht-Archiv im Archiv der Akademie der Kßnste, Berlin
⢠Bertolt Brecht im Literaturportal Bayern (Projekt der Bayerischen Staatsbibliothek)
⢠Der ZĂśgling, Radioessay von Peter Voigt zu seinen Erlebnissen als jĂźngster Assistent Bertolt Brechts â MDR KULTUR@1@2Vorlage:Toter Link/www.mdr.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2024. Suche in Webarchiven)
⢠Eintrag zu einer Bertolt-Brecht-Fotografie von Grete Stern im Metromod-Archiv von Burcu Dogramaci
⢠Erdmut Wizisla: Bertolt Brecht in NDB-online
⢠Jßrgen Werth: 27.11.1949: Bertolt Brecht kauft einen gebrauchten Steyr. WDR-ZeitZeichen, 27. November 2024
Gedenkstätten
⢠Brecht-Weigel-Gedenkstätte, Berlin
⢠Brecht-Weigel-Haus, Buckow
⢠Brecht-Haus, Augsburg
⢠Das âBrechts husâ in Svendborg
BĂźhne
⢠Berliner-Ensemble.de Theater am Schiffbauerdamm Berlin
Podcast
⢠"Liebe Tante Helli. Brechts jßdische Schwiegerfamilie, sein unehelicher Sohn Frank und die deutsche Geschichte."
⢠Hannah Arendt - Reflexionen ßber Bert Brecht (1969)
Texte Ăźber Brecht
⢠FBI-Akte von Bertolt Brecht (Freedom of Information Act)
⢠Dossier Bertolt Brecht, Deutscher Bildungsserver
⢠Sabine Kebir: Sexuell vernetzte Singles. In: Freitag, Nr. 7, 12. Februar 1999
Grafiken Ăźber Brecht
⢠Brecht verband eine enge Freundschaft zum Grafiker Herbert Sandberg
Film
⢠Biografie und DEFA-Filmografie auf defa-stiftung.de
Einzelnachweise
cite-note-11. â JĂźrgen Schmid: Brecht und Haindl. WiĂner, Augsburg 1999, ISBN 3-89639-194-1.
cite-note-22. â Eberhard Fritz: Die GroĂmutter, der Pietismus und die Missionare â Impulse fĂźr das Interesse Bertolt Brechts an Asien? Neue biografische Erklärungsansätze in Bezug auf das âchinesische Werkâ. In: The Brecht Yearbook 36/2011 âBrecht and/in Asiaâ, S. 164â186.
cite-note-33. â JĂźrgen Hillesheim: Zwischen âFrĂźhlingserwachenâ, Melancholie und kleinbĂźrgerlicher Enge: Ein Notizbuch Sophie Brechts, der Mutter des âStĂźckeschreibersâ. In: The Brecht Yearbook. Band 35, 2010, S. 241â266, hier S. 256â262.
cite-note-44. â B. Brecht: Werke. GroĂe kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe, hrsg. v. W. Hecht u. a., Berlin / Weimar / Frankfurt am Main 1988â2000, Band 11, 8. Psalm, S. 21.
cite-note-55. â Robert Hippe: Erläuterungen zu Bertolt Brecht: Der gute Mensch von Sezuan. Mit einem Anhang: Brecht als Lyriker. 1981, S. 6.
cite-note-66. â Vgl. Carl Pietzcker: âIch kommandiere mein Herz.â Brechts Herzneurose â ein SchlĂźssel zu seinem Leben und Schreiben. KĂśnigshausen & Neumann, WĂźrzburg 1988, ISBN 3-88479-342-X; ein organisches Leiden ohne âSchlĂźsselfunktionâ nimmt an: Jan Knopf: Bertolt Brecht. Lebenskunst in finsteren Zeiten. Hanser, MĂźnchen 2012, ISBN 978-3-446-24001-8, S. 16â17. Insgesamt zu diesem Abschnitt: Werner Frisch, K. W. Obermeier: Brecht in Augsburg. Aufbau, Berlin/Weimar 1975; JĂźrgen Hillesheim: Bertolt Brechts Augsburger Geschichten. Verlagsgemeinschaft Augsbuch, Augsburg 2005, ISBN 3-938332-01-8, S. 11â19; Jan Knopf: Bertolt Brecht. Leben Werk Wirkung. Suhrkamp, Frankfurt 2006, ISBN 3-518-18216-1, S. 11â13; Werner Mittenzwei: Das Leben des Bertolt Brecht oder der Umgang mit den Welträtseln. Band 1, Suhrkamp, Frankfurt 1987, ISBN 3-518-02671-2, S. 9â30.
cite-note-77. â JĂźrgen Hillesheim, Uta Wolf (Hrsg.): Bertolt Brechts âDie Ernteâ. Die Augsburger SchĂźlerzeitschrift und ihr wichtigster Autor. MaRo Verlag, Augsburg 1997.
cite-note-88. â Marianne Kesting: Bertolt Brecht in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. 1959, S. 13 f.
cite-note-99. â Insgesamt zu diesem Abschnitt: Werner Frisch, K. M. Obermeier: Brecht in Augsburg. Aufbau, Berlin/Weimar 1975; Helmut Gier: Brecht im Ersten Weltkrieg. In: Virginia Viscotti, Paul Kroker: 1898â1998. Poesia e Politica. Bertolt Brecht a 100 anni dalla nascita. Mailand 1998, S. 39â51; JĂźrgen Hillesheim: âIch muss immer dichten.â Zur Ăsthetik des jungen Brecht. KĂśnigshausen & Neumann, WĂźrzburg 2005, ISBN 3-8260-3057-5; Jan Knopf: Bertolt Brecht. Lebenskunst in finsteren Zeiten. Hanser, MĂźnchen 2012, ISBN 978-3-446-24001-8, S. 25â30.
cite-note-1010. â Jan Knopf: Bertolt Brecht. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006, S. 15.
cite-note-1111. â JĂźrgen Hillesheim: Bertolt Brechts Augsburger Geschichten. Verlagsgemeinschaft Augsbuch, Augsburg 2005, ISBN 3-938332-01-8; Werner Frisch, K. W. Obermeier: Brecht in Augsburg. Aufbau, Berlin/Weimar 1975; Jan Knopf: Bertolt Brecht. Lebenskunst in finsteren Zeiten. Hanser, MĂźnchen 2012, ISBN 978-3-446-24001-8, S. 23â25.
cite-note-1212. â Vgl. JĂźrgen Hillesheim: Bertolt Brecht â erste Liebe und Krieg. Verlagsgemeinschaft Augsbuch, Augsburg 2008, ISBN 978-3-938332-12-2; Sabine Kebir: Ein akzeptabler Mann? Aufbau, Berlin 1998, ISBN 3-7466-8028-X.
cite-note-1313. â Werner Frisch, K. W. Obermeier: Brecht in Augsburg. Aufbau, Berlin/Weimar 1975, S. 112â114; Werner Hecht: Brecht Chronik. Suhrkamp, Frankfurt 1997, S. 42â45.
cite-note-1414. â Zum Kutscher-Seminar vgl. Werner Frisch, K. W. Obermeier: Brecht in Augsburg. Aufbau, Berlin/Weimar 1975, S. 118â122.
cite-note-1515. â Vgl. dazu Jan Knopf: Bertolt Brecht. Lebenskunst in finsteren Zeiten. Hanser, MĂźnchen 2012, ISBN 978-3-446-24001-8, S. 50 f.
cite-note-1616. â Vgl. Werner Frisch, K. W. Obermeier: Brecht in Augsburg. Aufbau, Berlin/Weimar 1975, S. 128.
cite-note-1717. â Vgl. die Berichte in Werner Frisch, K. W. Obermeier: Brecht in Augsburg. Aufbau, Berlin/Weimar 1975, S. 137â142; auch etwa JĂźrgen Hillesheim: Dem Elend der Front so nah. In: Augsburger Allgemeine vom 7. Dezember 2012. Online (Memento vom 16. Dezember 2012 im Internet Archive) im Internet Archive.
cite-note-1818. â Vgl. Werner Frisch, K. W. Obermeier: Brecht in Augsburg. Aufbau, Berlin/Weimar 1975, S. 130 ff.
cite-note-1919. â Vgl. Werner Frisch, K. W. Obermeier: Brecht in Augsburg. Aufbau, Berlin/Weimar 1975, S. 144; hier wird eine Einschätzung von Ernst Niekisch zitiert.
cite-note-2020. â Jan Knopf: Bertolt Brecht. Lebenskunst in finsteren Zeiten. Hanser, MĂźnchen 2012, ISBN 978-3-446-24001-8, S. 61â62.
cite-note-2121. â Jan Knopf: Bertolt Brecht. Lebenskunst in finsteren Zeiten. Hanser, MĂźnchen 2012, ISBN 978-3-446-24001-8, S. 65.
cite-note-2222. â Werner Frisch, K. W. Obermeier: Brecht in Augsburg. Aufbau, Berlin/Weimar 1975, S. 213â220, schildern die verwickelten Vorgänge.
cite-note-2323. â Michael Bienert: Mit Brecht durch Berlin. ISBN 3-458-33869-1, 1998, S. 36.
cite-note-2424. â Vgl. Werner Frisch, K. W. Obermeier: Brecht in Augsburg. Aufbau, Berlin/Weimar 1975, S. 205; Hermann Kasack: Jahrgang 1896. Ein RĂźckblick auf mein Leben. In: Herbert Heckmann, Bernhard Zeller (Hrsg.): Hermann Kasack zu Ehren. Eine Präsidentschaft in schwerer Zeit. 1. Auflage. Wallstein, GĂśttingen 1996, ISBN 3-89244-217-7, S. 240.
cite-note-2525. â Siehe Jan Knopf: Bertolt Brecht. Lebenskunst in finsteren Zeiten. Hanser, MĂźnchen 2012, ISBN 978-3-446-24001-8, S. 93â98.
cite-note-2626. â Einer Tagebucheintragung Brechts (11. November 1921, GBA Band 26, S. 259) zufolge habe sich Banholzer âselbst helfen kĂśnnenâ.
cite-note-2727. â Vgl. dazu Jan Knopf: Bertolt Brecht. Lebenskunst in finsteren Zeiten. Hanser, MĂźnchen 2012, ISBN 978-3-446-24001-8, S. 85â89.
cite-note-2828. â Jan Knopf: Bertolt Brecht. Lebenskunst in finsteren Zeiten. Hanser, MĂźnchen 2012, ISBN 978-3-446-24001-8, S. 104, zitiert Caspar Nehers Urteil, Brecht habe Bekanntschaften âwie Pilzeâ gesammelt.
cite-note-2929. â Jan Knopf: Bertolt Brecht. Lebenskunst in finsteren Zeiten. Hanser, MĂźnchen 2012, ISBN 978-3-446-24001-8, S. 104 f.
cite-note-3030. â Jan Knopf: Bertolt Brecht. Lebenskunst in finsteren Zeiten. Hanser, MĂźnchen 2012, ISBN 978-3-446-24001-8, S. 105. Knopfs Darstellung stĂźtzt sich weitgehend auf den autobiografischen Bericht von Arnolt Bronnen: Tage mit Bertolt Brecht. Geschichte einer unvollendeten Freundschaft. dtv, Berlin 1998, S. 32â35, Kapitel âBrecht machte die Regieâ.
cite-note-3131. â So Ihering in einem Brief an Brecht; zitiert nach Werner Hecht: Brecht Chronik. Suhrkamp, Frankfurt 1997, S. 148.
cite-note-3232. â Eindrucksvoll geschildert ist diese Episode in Arbolt Bronnen: Tage mit Bertolt Brecht. Geschichte einer unvollendeten Freundschaft. dtv, Berlin 1998, S. 109â112.
cite-note-3333. â John Fuegi: Brecht & Co. Ăbersetzt und berichtigt von Sebastian Wohlfeil. EVA, Hamburg 1997, ISBN 3-434-50067-7, S. 192.
cite-note-3434. â Michael Bienert: Mit Brecht durch Berlin. Insel Taschenbuch, 1998, ISBN 3-458-33869-1.
cite-note-3535. â Hartmut Reiber: Rezension Grßà den Brecht Das Leben der Margarete Steffin. In: kritisch-lesen.de. 2008, abgerufen am 18. März 2024.
cite-note-3636. â Bertolt Brecht, Arbeitsjournal 1939â1955, Berlin/Weimar 1977, S. 177.
cite-note-3737. â Bertolt Brecht, Arbeitsjournal 1939â1955, Berlin/Weimar 1977, S. 293.
cite-note-3838. â Informationen und Abbildung der Stadtverwaltung von Santa Monica
cite-note-3939. â Jan Knopf: Bertolt Brecht. Basis-Biographie. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2006, S. 59.
cite-note-4040. â Jan Knopf: Bertolt Brecht. Basisbiographie. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2006, S. 55.
cite-note-4141. â Marje Schuetze-Coburn: Bertolt Brechtâs Appearance Before the HUAC. auf archive.org online (Memento vom 19. Juli 2009 im Internet Archive) dokumentiert; sowie vgl. Hearing Bertolt Brecht: House Un-American Activities Committee hearings, 1947, Audio, 24 min, archive.org.
cite-note-4242. â Werner Mittenzwei: Das Leben des Bertolt Brecht oder der Umgang mit den Welträtseln. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1989 II, S. 279 ff.
cite-note-4343. â Mittenzwei II, S. 329.
cite-note-4444. â Ana Kugli, Michael Opitz: Brecht-Lexikon. Metzler, Stuttgart/Weimar 2006, ISBN 3-476-02091-6, S. 227 f.
cite-note-4545. â Werner Hecht: Brecht Chronik 1998â1956. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1998, S. 866.
cite-note-4646. â Mittenzwei II, S. 412.
cite-note-4747. â Beschluss der II. Parteikonferenz der SED.
cite-note-4848. â Neues Deutschland Nr. 234 vom 9. Oktober 1951, S. 3.
cite-note-4949. â Hecht: Chronik, S. 1021.
cite-note-5050. â Bertolt Brecht: Werke. GroĂe kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe, hrsg. von Werner Hecht, Jan Knopf, Werner Mittenzwei, Klaus Detlev MĂźller, Band 30: Briefe 1950â1956. Berlin / Weimar / Frankfurt am Main 1998, S. 178.
cite-note-5151. â Semjonow ist zu diesem Zeitpunkt Botschafter der Sowjetunion in der DDR; Bertolt Brecht: Werke. Band 30: Briefe 1950â1956. S. 178 und Anm, S. 549.
cite-note-5252. â âLieder und Rezitationen von Ernst Busch und anderen KĂźnstlernâ, das Angebot wird nicht angenommen; Bertolt Brecht: Werke. Band 30: Briefe 1950â1956. S. 178 f.
cite-note-5353. â Bertolt Brecht: Gesammelte Werke. Band 23, S. 249 f., Anmerkungen S. 546.
cite-note-5454. â Bertolt Brecht: Gesammelte Werke. Band 20, Frankfurt am Main 1967, S. 327.
cite-note-5555. â etwa: Kurt Fassmann: Bert Brecht. Eine Bildbiographie. MĂźnchen 1958, S. 116.
cite-note-5656. â Brecht hat sich in einem Gespräch mit Gustav Just am 5. Juli in Buckow Ăźber dieses Verfahren beschwert, was Just an Ulbricht weiterleitete (âSED-Hausmitteilungâ vom 7. Juli, Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv, Berlin). Ulbricht reagierte am 8. Juli mit einem Gesprächsangebot; es ist nicht bekannt, ob ein Gespräch stattfand; vgl.: Bertolt Brecht: Werke. Band 30: Briefe 1950â1956. S. 549 und Band 23, S. 548 f.
cite-note-5757. â vgl. Bertolt Brecht: Werke. Band 23, S. 547 f.
cite-note-5858. â Bertolt Brecht: Werke. Band 23, S. 250, Anmerkungen S. 547 f.
cite-note-5959. â Bertolt Brecht: Werke. Band 23, S. 548.
cite-note-6060. â Kurt Fassmann: Bert Brecht. Eine Bildbiographie MĂźnchen 1958, S. 116.
cite-note-6161. â Vgl. Ronald Gray: Bertolt Brecht. Grove Press, New York 1961 (âthe self-perserving chamelon-attitude which enabled him, like his own Galileo, to pay lip-service to authority while quietly getting on with his own serious interests, remained predominatâ, S. 18)
cite-note-6262. â Walter Muschg: Von Trakl zu Brecht. Dichter des Expressionismus. Piper, MĂźnchen 1961, S. 361.
cite-note-6363. â John Fuegi: Brecht & Co. Biographie, autorisierte erweiterte und berichtigte deutsche Fassung von Sebastian Wohlfeil. EVA, Hamburg 1979, S. 785.
cite-note-6464. â Vgl. John Fuegi: Brecht & Co. S. 784.
cite-note-6565. â Vgl. John Fuegi: Brecht & Co. S. 787 f.
cite-note-6666. â Bertolt Brecht: Die LĂśsung. 1953, In: Werke. GroĂe kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe, hrsg. von Werner Hecht, Jan Knopf, Werner Mittenzwei, Klaus-Detlef MĂźller. Berlin / Weimar / Frankfurt/M. 1988â1998 und 2000, Band 12, S. 310.
cite-note-6767. â Mittenzwei II, S. 563.
cite-note-6868. â Klaus-Detlef MĂźller. Brecht und Stalin
cite-note-6969. â Bentley on Brecht. Northwestern University Press, 2008, ISBN 978-1-4833-0539-4, S. 438; 460 (englisch, google.com).
cite-note-7070. â Klaus VĂślker: Brecht Chronik. Daten zu Leben und Werk. Deutscher Taschenbuch Verlag, MĂźnchen 1997, S. 185.
cite-note-7171. â Jan Knopf (Hrsg.): Brecht-Handbuch. J.B. Metzler, Stuttgart 2003, Band 5, S. 130.
cite-note-7272. â Werner Hecht: Brecht Chronik 1998â1956. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1998, S. 1253.
cite-note-7373. â Bertolt Brecht: Gesammelte Werke. Band IV. Suhrkamp Verlag, Frankfurt 1967.
cite-note-7474. â WDR-Sendung Stichtag vom 14. August 2006 (online) zum 50. Todestag von Bertolt Brecht.
cite-note-7575. â Ehrengrabstätten des Landes Berlin (Stand: August 2021) (PDF; 2,3 MB), S. 9. Auf: Webseite der Senatsverwaltung fĂźr Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Abgerufen am 23. Oktober 2021. Anerkennung, Verlängerung und Nichtverlängerung von Grabstätten als Ehrengrabstätten des Landes Berlin (PDF; 196 kB). Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 18/3959 vom 4. August 2021, S. 3. Abgerufen am 23. Oktober 2021.
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cite-note-9999. â Zeit online â Brechtgedicht auf Messe im Angebot
cite-note-100100. â Ana Kugli, Michael Opitz (Hrsg.): Brecht-Lexikon. Stuttgart und Weimar 2006, S. 174.
cite-note-101101. â Jan Knopf (Hrsg.): Brecht-Handbuch. J.B. Metzler, Stuttgart 2001, Band 1, S. 28 ff.
cite-note-102102. â Jan Knopf (Hrsg.): Brecht-Handbuch. J.B. Metzler, Stuttgart 2002, Band 4, S. 417 ff.; der Film Herr Puntila und sein Knecht Matti ist erst vier Jahre nach Brechts Tod in MĂźnchen uraufgefĂźhrt worden.
cite-note-103103. â Bertolt Brecht: Ausgewählte Werke in 6 Bänden. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1997, Band 3, S. 446.
cite-note-104104. â [1] Sinn und Form, Sonderheft Bertolt Brecht 1949
cite-note-105105. â [2] Sinn und Form 1-2-3/1957
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cite-note-108108. â Tochter von Bertolt Brecht gestorben, orf.at, 1. September 2015, abgerufen am 14. März 2024.
cite-note-109109. â Ralf Hutter: Die RĂźckkehr des verlorenen Sohnes. Der ambivalente Umgang mit Bertolt Brecht in seiner Geburtsstadt Augsburg: zwischen Ablehnung und Vereinnahmung. In: neues deutschland vom 31. Januar/1. Februar 2015, S. 17â19.
cite-note-110110. â Esther Slevogt: Urheber(b)recht â Brecht 2027. Theatervisionen fĂźr die Zeit nach Ablauf der urheberrechtlichen Schutzfrist. Abgerufen am 28. Juni 2022.
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cite-note-113113. â Konrad Lischka, Marcus RĂśmer: GroĂe BĂźcher-Umfrage zum 50. Todestag von Bertolt Brecht ergibt: Die Deutschen lesen kaum noch Brecht! (Memento vom 9. August 2006 im Internet Archive) In: BĂźcher. Das Magazin zum Lesen. August 2006.
cite-note-114114. â Philip Roeder (Suhrkamp Verlag): Ist das Glas halb voll oder halb leer? Jährlich werden 300.000 (!) Brecht-BĂźcher verkauft. In: buchmarkt.de, 9. August 2006.
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cite-note-12410. Bertolt Brecht, Hundert Gedichte. Ausgewählt von Siegfried Unseld. Suhrkamp, Frankfurt am Main (= suhrkamp taschenbßcher. Band 2800).
cite-note-125120. â Felicitas SĂśhner: Nationalsymbole und Pathos in Deutschland â Bert Brechts Kinderhymne In: GlobKult MAGAZIN vom 4. Juli 2010
cite-note-126121. â Bertolt Brecht: Die Geschäfte des Herrn Julius Caesar. In: Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Kindlers Literatur Lexikon. 3., vĂśllig neu bearbeitete Auflage. 18 bde. Metzler, Stuttgart/Weimar 2009, ISBN 978-3-476-04000-8, Bd. 3, S. 118.
cite-note-127122. â Gesammelte Werke, Band 11, Prosa 1, S. 197â203. Brechts Quelle Ein Wiedererkennen, die am 22. Juni 1928 in der Frankfurter Zeitung erschien, stammt von dem Dichter Moshe Lifshits.
cite-note-128123. â Bertolt Brecht: Dreigroschenroman, bibliografische Angaben auf dieterwunderlich.de
cite-note-129124. â Bertolt Brecht: FlĂźchtlingsgespräche. In: Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Kindlers Literatur Lexikon. 3., vĂśllig neu bearbeitete Auflage. 18 Bände Metzler, Stuttgart/Weimar 2009, ISBN 978-3-476-04000-8, Bd. 3, S. 118â119.
cite-note-130125. â Matthias Thalheim: Heiner MĂźller inszeniert Brechts Dramenfragment als HĂśrspiel. In: Fatzer im Radio â Begegnungen seltener Natur. Verlag epubli, Berlin 2019, ISBN 978-3-7502-6096-2, S. 86â101.
cite-note-131126. â Bertolt Brecht: Kleines Organon fĂźr das Theater. In: Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Kindlers Literatur Lexikon. 3., vĂśllig neu bearbeitete Auflage. 18 bde. Metzler, Stuttgart/Weimar 2009, ISBN 978-3-476-04000-8, Bd. 3, S. 122.
cite-note-132127. â Bertolt Brecht: Lieder Gedichte ChĂśre. In: Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Kindlers Literatur Lexikon. 3., vĂśllig neu bearbeitete Auflage. 18 bde. Metzler, Stuttgart/Weimar 2009, ISBN 978-3-476-04000-8, Bd. 3.
cite-note-133128. â Bertolt Brecht: Das VerhĂśr des Lukullus. In: Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Kindlers Literatur Lexikon. 3., vĂśllig neu bearbeitete Auflage. 18 bde. Metzler, Stuttgart/Weimar 2009, ISBN 978-3-476-04000-8, Bd. 3.
cite-note-134129. â Bertolt Brecht: Dreigroschenroman. In: Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Kindlers Literatur Lexikon. 3., vĂśllig neu bearbeitete Auflage. 18 bde. Metzler, Stuttgart/Weimar 2009, ISBN 978-3-476-04000-8, Bd. 3, S. 117â118.
cite-note-135130. â Briefmarken Februar 2023 (Ausgabetag: 2. Februar) - Bundesfinanzministerium. Abgerufen am 11. Januar 2024.
cite-note-136131. â Holger Teschke: Kalendergeschichten aus dem Kalten Krieg. Ernst Schumachers Erinnerungen an seine Jahre mit Bertolt Brecht. In: Berliner Zeitung. 2. März 2006, S. 29.
cite-note-137132. â filmportal.de
cite-note-138133. â Fernsehen: Verehrter Brecht â Besprechung in der FAZ
cite-note-139134. â Besprechung von Patrick Wildermann im Tagesspiegel, 14. August 2006, (online)